post-title Böhler & Orendt | THE WILD, THE FURLESS AND … | 68 projects | 06.03.-17.04.2021

Böhler & Orendt | THE WILD, THE FURLESS AND … | 68 projects | 06.03.-17.04.2021

Böhler & Orendt | THE WILD, THE FURLESS AND … | 68 projects | 06.03.-17.04.2021

Böhler & Orendt | THE WILD, THE FURLESS AND … | 68 projects | 06.03.-17.04.2021

bis 17.04. | #2961ARTatBerlin | 68 projects zeigt ab 6. März 2021 die Ausstellung THE WILD, THE FURLESS AND THE SPIRIT OF THE B.U.D. mit Malerei und Plastik des Künstlerduos Böhler & Orendt.‍

Seit Beginn ihrer künstlerischen Zusammenarbeit interessieren sich Matthias Böhler und Christian Orendt in zunehmendem Maß für die tragischen, komischen und absurden politischen und ökologischen Auswirkungen menschlicher Einflussnahme auf die Geschicke der Erde. Böhler & Orendt haben dabei eine charakteristische künstlerische Arbeitsweise entwickelt, die man als medial hybrides Storytelling bezeichnen könnte: Unter freiem Einsatz unterschiedlicher Mischformen zeichnerischer, digitaler, bildhauerischer und performativer Techniken sowie von Praktiken aus dem Bereich des Bühnenbilds und des Modellbaus entsteht nach und nach ein zunehmend komplexer Kosmos installativer Erzählungen, die häufig ineinandergreifen oder aufeinander aufbauen.

ART at Berlin - Courtesy of 68 projects - Boehler Orendt 2021
Böhler & Orendt, Imminence (The Sweet Certainty of Deliverance from the
Darkness that Surrounds Us), 2021, 133,5 x 92 cm, übermalte Fotocollage auf Papier

Die Ausstellung „The Wild, the Furless and the Spirit of the B.U.D.“ kreist um die Fiktion eines übernatürlichen Gefährts, dem „Benevolent Utopization Device“ (B.U.D.), die Anfang 2020 für eine Gruppenausstellung im Neuen Museum Nürnberg entstanden ist. Die neueste Arbeit in diesem narrativen Kontext, die auch das Kernstück ihrer Einzelausstellung bei 68projects bildet, ist eine Serie von übermalten Fotocollagen mit dem Titel „The Sweet Certainty of Deliverance from the Darkness that surrounds us“: In neunleuchtend farbigen malerischen Darstellungen erzählen die Künstler eine phantastische Geschichte darüber, wie die Menschen die Zugehörigkeit zu ihren tierischen Verwandten verloren haben, als sie vom Baum des Lebens gefallen sind, wie sie infolge dessen ein unnatürliches Streben nach Dominanz und Zerstörung entwickelten, und wie die Tierwelt schließlich die Möglichkeit erhielt, den felllosen Tyrannen, mit dem sie bisher den Planeten teilen musste, von diesem zu entfernen. Den Unterweisungen eines wundersamen Geisterwesens folgend gelingt es den Tieren, eine geheimnisvolle phytomorphe Raumkapsel zu bauen, die die gesamte menschliche Population der Erde auf einmal in sich aufnehmen kann, um anschließend in Richtung eines undefinierten Orts abzuheben, irgendwo weit weg in Raum und Zeit.

ART at Berlin - Courtesy of 68 projects - Boehler Orendt 2
Böhler & Orendt, Embarkation, 2020, Mixed Media, 35 x 24 cm 

Die anderen Arbeiten in der Ausstellung leiten sich ebenfalls entweder direkt von diesem Narrativ ab oder besitzen zumindest einen ähnlichen, dunklen, antroposkeptischen Klang: Während die cyborghafte Videoskulptur B.U.D. – Personal Unit den Anschein eines technischen Geräts erweckt, das eine kondensierte Version des „Spirit of the B.U.D.“ enthält, ist das sogenannte „Hôpital des Abeilles“ aus einer Serie von Arbeiten mit dem Titel „Against all the Cares of the World“ hervorgegangen. Das puppenhausartige Architekturmodell stellt in einer liebevollen, scheinbarnaiven Weise dar, wie sich fleißige Waldameisen-PflegerInnen um kranke Honigbienen kümmern. In „Arborous Rescue Endeavor 3“ aus der Installation „The Lichterfelde Club of Hope“ spielt ein Stück totes Holz, das in einer ausrangierten Vitrine des Botanischen Museums Berlin platziert wurde, die Rolle eines leicht vernachlässigten und offensichtlich hoffnungslosen Intensivpatienten.

ART at Berlin - Courtesy of 68 projects - Boehler Orendt 4
Böhler & Orendt, Hôpital des Abeilles, 2015, Mixed media, 175 x 45 x 35 cm

Matthias Böhler (*1981 in Aachen) und Christian Orendt (1980 in Sighişoara, Rumänien) arbeiten seit 2008 als Böhler & Orendt zusammen. Sie studierten an der AdBK Nürnberg (beide), AdBK Wien (Matthias) und an der HGB Leipzig (Christian). Seit 2019 leben und arbeiten sie in Berlin. Sie haben als Solo- wie Duokünstler zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, wie etwa den bayerischen Kunstförderpreis oder das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds.

ART at Berlin - Courtesy of 68 projects - Boehler Orendt 3
Böhler & Orendt, Assembly 2020, Mixed media, 35 x 24 cm 

Ihre Arbeiten wurden in Institutionen wie etwa den Kunst-Werken Berlin, dem Irish Museum of Modern Art,dem Halsey Institute of Contemporary Art, Charleston, South Carolina, oder der Bundeskunsthalle Bonn gezeigt. Arbeiten von Böhler & Orendt finden sich in unterschiedlichen privaten und öffentlichen Sammlungen, unter anderem in den Sammlungen des Neues Museum Nürnberg, der Kunsthalle Göppingen und der Kunsthalle Schweinfurt sowie der Sammlung Birner + Wittmann und der Leif Djuurhus Collection. Permanente Installationen im öffentlichen Raum von Böhler& Orendt sind im Park des Wildbads Rothenburg und im Innenhof des Bayerischen Landesamts für Statistik in Fürth zu sehen.

Ausstellungsbeginn/Eröffnung: Samstag, 6. März 2021

Ausstellungsdaten: Samstag, 6. März – Samstag, 17. April 2021

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Ausstellung Böhler + Orendt – 68 projects | Zeitgenössische Kunst Berlin Galerien | ART at Berlin

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