post-title Julius Bissier, Fred Eerdekens, Karl Otto Götz, YuichI Inoue + Shiryi Morita | Bermel von Luxburg Gallery | 28.03.-11.05.2019

Julius Bissier, Fred Eerdekens, Karl Otto Götz, YuichI Inoue + Shiryi Morita | Bermel von Luxburg Gallery | 28.03.-11.05.2019

Julius Bissier, Fred Eerdekens, Karl Otto Götz, YuichI Inoue + Shiryi Morita | Bermel von Luxburg Gallery | 28.03.-11.05.2019

Julius Bissier, Fred Eerdekens, Karl Otto Götz, YuichI Inoue + Shiryi Morita | Bermel von Luxburg Gallery | 28.03.-11.05.2019

bis 11.05. | #2405ARTatBerlin | Bermel von Luxburg Gallery präsentiert ab 28. März 2019 für das 1. Jahr Jubiläum der Galerie die Ausstellung „Abstract Writing“. Diese Sonderausstellung vereint renommierte Künstler Asiens und Europas: Julius Bissier, Fred Eerdekens, Karl Otto Götz, Yuichi Inoue und Shiryu Morita.

Bermel von Luxburg Gallery freut sich für das erste Jahr Jubiläum der Galerie die Ausstellung „Abstract Writing“ vorzustellen. Diese Sonderausstellung vereint renommierte Künstler Asiens und Europas: Julius Bissier, Fred Eerdekens, Yuichi Inoue und Shiryu Morita.

Alle Künstler nutzen die Schriftform, um skripturale Kunst zu produzieren.

Yuichi Inoue

YU-ICHI (1916-1985) gehört zu den bedeutendsten Künstlern Japans im 20. Jh., dessen Namen im gleichen Atemzug mit Franz Kline, Robert Motherwell, Pierre Alechinsky, Henri Michaux genannt wird. Der Kritiker Herbert Read erwähnt YU-ICHI in seinem Buch „A Concise History of Modern Painting“, in dem auch eines seiner Werke abgebildet ist. Robert Motherwell beschreibt ihn in seinen Notizen als einen der wenigen großen Künstler der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts.

Obwohl die Teilnahme an der II. documenta 1959 in Kassel und Ausstellungsbeteiligungen 1963 im Stedelijk Museum Amsterdam, in der Kunsthalle Baden-Baden und 1965 in der Galerie Zwirner Köln YU-ICHI zur Popularität verhalfen, verzichtete er auf regelmäßige Ausstellungen und konzentrierte seine Energie auf das künstlerische Schaffen. Eine äußerst selbstkritische Haltung und Bewertung seiner Werke und die Vernichtung von allem „Minderwertigem“ führte dazu, dass sein gesamter Nachlass in einem dreibändigen Werkverzeichnis, erscheinen konnte.

YU-ICHI vermittelt seine künstlerische Energie durch Schriftzeichen kanji, die er als Metapher benutzt um sein künstlerisches Anliegen, seinen inneren Zustand, mitzuteilen. Dabei geht es ihm nicht um die Ästhetik der Zeichen, sondern um Konzentration auf die freie Entfaltung seiner inneren Kraft, die sich durch das Schreiben unmittelbar ausdrückt. Er überwindet die traditionelle Kalligraphie zugunsten einer radikalen Expressivität. Schon früh wird er als Künstler international anerkannt, wie seine Teilnahme an wichtigen Ausstellungen belegt: documenta II, Kassel; National Museum of Modern Art, Tôkyô und Kyôto; Museum of Modern Art, New York; Stedelijk Museum, Amsterdam.

YU-ICHI ist aktuell in der Ausstellung mit den großen informellen Künstlern des 20. Jahrhunderts Epic Abstraction. Pollock to Herrera im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen.
Ebenso sind Kunstwerke von Yuichi Inoue dieses Jahr auf einer der besten Kunstmessen der Welt TEFAF präsentiert.
Bermel von Luxburg Gallery ist stolz eine schöne Auswahl von Werken zu präsentieren, hauptsächlich das Kunstwerk Gaku (1961), das als Leihgabe für die Ausstellung Julius Bissier und Ostasien im Neuen Museum Freiburg 2018 gezeigt wurde.

Julius Bissier

Den Beginn für Bissiers Auseinandersetzung mit Ostasien markiert eine Begegnung: Im Jahr 1919 lernte der junge Künstler den Sammler und Kunstverständigen Ernst Grosse (1862–1927) und dessen aus Japan stammende Frau Yasu (1890–1947) kennen. Durch Grosses Sammlung kam Bissier mit originalen Kunstwerken aus Japan und China in Kontakt und griff diese Impulse in seinem künstlerischen Schaffen auf. Für Bissier, der sich seit den 1930er-Jahren vor allem mit der Tusche und der Kalligraphie auseinandersetze, war Ostasien Anregung und Reibungspunkt zugleich.
Internationale Bekanntheit erlangte Bissier erst in den späten 1950er-Jahren. 1958 wurde ihm eine große Retrospektive in Hannover gewidmet. In dieser Zeit erfuhren der Zen-Buddhismus und die ostasiatische Kalligraphie große Aufmerksamkeit außerhalb Ostasiens – vor diesem Hintergrund wurden nun auch Bissiers Arbeiten, insbesondere seine Tuschen, neu bewertet und besonders geschätzt.

Fred Eerdekens

Bermel von Luxburg Gallery freut sich den berühmten belgischen Künstler Fred Eerdekens in der Fasanenstrasse 29 vorzustellen.
Eerdekens arbeitet vor allem dreidimensional mit den Komponenten Sprache, Material, Licht und Schatten. Grundlage für seine Arbeiten sind die Texte, die er selbst schreibt. Er erzeugt oft gegensätzliche Vorstellungen, manchmal widersprechen sich Worte und Bedeutungen verschieben sich und drehen sich um. Sein sehr skulpturales Werk gibt den Anstoß für eine Welt, die nur durch Worte erfahrbar ist. Im Schatten, wo das Licht versagt, wird oft eine Geschichte von Dingen erzählt, die fehlen, mal kurz, mal lyrisch oder sehnsüchtig.
Neben diesen skulpturalen Arbeiten greift Eerdekens auf eine Vielzahl von Techniken und Materialien zurück, meist jedoch in Aquarell.
Das Betreten des Kunstraums von Fred Eerdekens versetzt den Betrachter in eine semantische Landschaft, in der das, was man sich als stabile Bedeutung vorgestellt hat, ständig verdreht und gedreht wird. Gibt es einen besseren Weg, dies zu verdeutlichen, als die Zuschauer selbst „drehen und wenden“ zu lassen, um die Objekte zu verstehen? Indem sie sich um die Objekte schrauben, werden sie tatsächlich zu direkten Figuren des Logikspiels, das die Objekte beherrscht. Nach der linguistischen Wende und im Zuge des poststrukturalistischen Denkens ist die Topographie unserer mentalen Landschaften immer komplexer geworden. Das Werk von Fred Eerdekens beweist dies und liefert eine konzeptionelle Karte dieses, an vielen Stellen noch unbekannten Territoriums.

Karl Otto Götz

Karl Otto Götz (1914-2017) ist einer der bedeutenden bildenden Künstler der deutschen Nachkriegsgeschichte. Er gilt als ein Hauptvertreter des „Deutschen Informel“. Als einziger deutscher Künstler wird er 1949 Mitglied der bereits 1948 gegründeten Künstlergruppe „COBRA“; so erhält er wichtige Kontakte zur europäischen Künstleravantgarde. Von 1959 bis 1979 lehrt er als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Viele deutsche anerkannte Künstler auf dem internationalen Kunstmarkt haben unter Karl Otto Götz studiert, darunter Gotthard Graubner, Gerhard Richter und Sigmar Polke.

Shiryu Morita

Morita Shiryū ist eine der wichtigsten Figuren in der japanischen zeitgenössischen Kalligraphie. Shiryū revolutionierte das konventionelle Denken der traditionellen japanischen Kalligraphie, leitete die Entwicklung der avantgardistischen Kalligraphie und verbreitete sie auf das internationale Publikum. 1952 gründete Shiryū die Bokujin-kai-Gruppe gemeinsam mit anderen gleichgesinnten Kalligraphen wie Yuichi Inoue. Darüber hinaus initiierte und redigierte Shiryū die Bokubi-Zeitschrift, die in und außerhalb Japans von erheblicher Bedeutung war und große Aufmerksamkeit auf die japanische avantgardistische Kalligraphie gelenkt hatte. In den 1960er Jahren unternahm er eine ausgedehnte Reise nach Nordamerika und Europa mit Vorträgen und Demonstrationen.
Bermel von Luxburg Gallery freut sich 2 Bilder von Morita zu zeigen, die 1970 anlässlich der Ausstellung Shiryu Morita im Haus am Lützowplatz in Berlin ausgestellt wurden.

ART-at-Berlin---Courtesy-Bermel-von-Luxburg-Gallery---Shiryu-Morita-1970
Shiryu Morita, KI (Tree), 1970

Bermel von Luxburg Gallery lädt Sie auch herzlich zur Feier des 1. Jubiläums der Galerie ein und bedanken uns bei jedem für die unglaubliche Unterstützung. Dieses Event findet am 28. März von 19 bis 22 Uhr während der Vernissage statt.

Vernissage: Donnerstag, 28. März 2019, 19:00 – 22:00 Uhr, mit Feier des 1. Jahresjubiläums der Galerie

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 28. März – Samstag, 11. Mai 2019

Zur Bermel von Luxburg Gallery

 

Bildunterschrift: Shiryu Morita, KI (Tree), 1970

Ausstellung Abstract Writing – Bermel von Luxburg Gallery | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

 

 

Kommentare (1)

  1. Avatar
    Prof. Karin Götz, Witwe von K.O. Götz , als gegenständliche Malerin Prof. Rissa

    Ich freue mich, dass die Galerie die Ausstellung
    Abstrakt Writing macht.
    Einige Gedanken von K.O.Götz zu Morita und Inoue
    Er malte 1962 zwei Hommage-Bilder 145 x 175 cm
    für Morita und Inoue.
    Seit 1952 stand Götz mit Morita schriftlich in Verbindung.
    1962 besuchte Morita Götz in seinem düsseldorfer Atelier.
    Ich war Zeige des Interviews. Es ging um das Vergleichen der
    unterschiedlichen Malerei-Konzeptionen von Morita und K.O. Götz.
    Götz erklärte, dass seine Malerei nichts mit der japanischen Kalligraphie zu tun hat,
    sondern eine Europäische Tradition weiterentwickele.
    Zitat:
    DAS NEUE AN DER INFORMELLEN MALEREI SEI DER VERSUCH, DAS KLASSISCHE FORMPRINZIP
    AUFZULÖSEN. SO PARADOX ES KLINGEN MAG, ES GIBT KEINE ISOLIERTEN FORMEN MEHR, SONDERN JEDES FORM-
    ELEMENT GEHT IN BENACHBARTE FORMELEMENTE ÜBER, ALLES HÄNGT ZUSAMMEN:
    DER ZWISCHENRAUM ZWISCHEN ZWEI FORMELEMENTEN IST GENAU SO WICHTIG WIE DIE FORMELEMENTE SELBST, ER IST
    „AKTIV“ UND IM MODERNEN SINN EIGENTLICH KEIN ZWISCHENRAUM. DER BEGRIFF DES ZWISCHENRAUMS GEHÖRT NOCH INS ARSENAL DES KLASSISCHEN FORMPRINZIPS UND DER GEGENSTÄNLICHEN MALEREI.
    Aus Erinnerungen und Werk Band 1b Seite 957

    Am 31. März 1955 wurde in Paris die große Phases-Ausstellung im Salle Balzac -von Édourd Jaguer zusammengestellt – eröffnet.
    Inoue, Morita und Götz waren dabei.
    Diese Ausstellung wurde von der Kritik abfällig beurteilt.
    Aus Erinnerung und Werk, Seite 689

    Wenn Sie sich bei zeitgenössischen Maler und Malerinnen umschauen, so werden Sie beim genauen Hinsehen wahrnehmen, dass
    die informelle Malerei der ersten Stunde heute nahezu jede ungegenständlich-informelle Weiterentwicklung von Bildern beeinflusst. Aber auch die zeitgenössische figurative Malerei ist mehr oder weniger von Spuren der informellen Malerei durchsetzt oder beeinflusst.

    In der Disskussion über die Malerei von heute sind jedoch Aussagen über ihre formale Dimension nahezu vollständig verschwunden. Schade: K.O. Götz und seine Mitstreiter in den 1950er und 1960er Jahren interessierten sich dafür und konnten das noch.so schön klar
    beschreiben.

    Ich höre auf. Wollte aber durch die Informationen von K.O. Götz mein Mitschwingen zu Ihrer Ausstellung zum Ausdruck bringen.

    Viel Erfolg und beste Grüße

    Prof. Karin Götz

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