post-title Christian Tagliavini | Voyages Extraordinaires | CAMERA WORK | 12.12.2015-27.02.2016

Christian Tagliavini | Voyages Extraordinaires | CAMERA WORK | 12.12.2015-27.02.2016

Christian Tagliavini | Voyages Extraordinaires | CAMERA WORK | 12.12.2015-27.02.2016

Christian Tagliavini | Voyages Extraordinaires | CAMERA WORK | 12.12.2015-27.02.2016

bis 27.02. | #0273ARTatBerlin | CAMERA WORK freut sich, ab dem 12. Dezember 2015 die Ausstellung »Voyages Extraordinaires« von Christian Tagliavini zu präsentieren.

Die gleichnamige Serie wird das erste Mal weltweit gezeigt und ist nach 24 Monaten Arbeit die bislang aufwendigste Serie des Künstlers. Die Arbeiten von Christian Tagliavini befinden sich in weltweit namhaften Privat- und Unternehmenssammlungen und werden in internationalen Museen sowie auf den bedeutendsten Fotokunstmessen gezeigt.

»Voyages Extraordinaires«

»Voyages Extraordinaires« von Christian Tagliavini ist eine Hommage des Künstlers an einen der bedeutendsten Schriftsteller der 19. Jahrhunderts: Jules Verne. Über einen Arbeitszeitraum von mehr als 24 Monate erschuf Christian Tagliavini in unvorstellbarer Manier voller Leidenschaft und Liebe zur Fotokunst einen Zyklus mit 28 Arbeiten, die drei der bekanntesten Romane von Jules Verne faszinierend zitieren: »Die Reise zum Mittelpunkt der Erde« (1864), »Von der Erde zum Mond« (1865) und »20.000 Meilen unter dem Meer« (1869). In emotionalen Szenerien und ergreifenden Porträts verbindet Christian Tagliavini seine prägnante Bildsprache mit der Jules-Vernesque fantastischen Science-Fiction. Der Entstehungsprozess von »Voyages Extraordinaires« ist ebenso faszinierend und einzigartig zugleich.

Inhalt der Ausstellung

Jede der 28 Fotografien zeigt einen von Christian Tagliavini erfundenen und fiktiven Passagier aus den drei abenteuerlichen Reisen von Jules Verne. Dabei widmet Christian Tagliavini jedem Porträtierten ein klassisches Porträt und eine szenische Darstellung. Die Werke erzählen dabei nicht die Romane in ihrer Ganzheit, sondern fokussieren sich vielmehr auf die Reisenden und ihre individuellen Besonderheiten, Empfindungen, Gefühle und Sehnsüchte, die auch in Anmut und Grazie der Porträtierten zum Ausdruck kommen. Neben den Reisenden hat Christian Tagliavini auch Porträts und Szenen von jenen Personen erschaffen, die zu Hause auf die Rückkehr der Reisenden warten. Rührend und emotional ist die Darstellung eines Mädchens, das sehnsüchtig auf die Heimkehr ihrer Schwester hofft und voller Ausdrucksfülle sind jene Porträts, die die Eltern eines Kindes auf Reisen zeigen.

Entstehungsprozess von »Voyages Extraordinaires«

Wie bei seinen berühmten Serien »1503« und »Carte« zuvor, erbaute Christian Tagliavini auch für »Voyages Extraordinaires« jeden Bildraum in seiner Gesamtheit selbst. Als Vorarbeit betrieb er hierfür umfassende Recherchen, um nicht nur die Materialien und Requisiten aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts zusammenzutragen, sondern auch den Zeitkolorit und die Porträtästhetik der Entstehungsjahre der Romane zu studieren. Der studierte Designer Christian Tagliavini baute die Objekte aus den Romanen für seine Fotografien nach und verwendete dabei ausschließlich Materialien der damaligen Zeit. Auch die Stoffe der Kleidung entsprechen der im 19. Jahrhundert verfügbaren Ware: Alle Hemden, Westen, Hosen, Jacken, Kleider und Raumanzüge wurden maßgerecht von Christian Tagliavini für die fotografierten Passagiere genäht, die vorab in ganz Europa auf offener Straße gesucht wurden. Bei den Models in den Werken war es dem Künstler wichtig, dass diese einen Ausdruck und optischen Habitus innehaben, um sie in einer visuellen Authentizität in die damalige Zeit verorten zu können. Einige Original-Objekte werden zu den Fotografien in der Ausstellung zu sehen sein.

Geboren 1971, wuchs Christian Tagliavini in Italien und in der Schweiz auf. Sein künstlerischer Werdegang als Grafikdesigner prägte auch sein komplexes Verständnis für die Fotokunst, eigens Werke zu »erfinden«, zu kreieren und selbst zu produzieren. Seine Arbeiten sind nicht nur »Bilder«, sondern designte Narrationen, für die Christian Tagliavini sämtliche sichtbaren Inhalte aufwendig und detailgetreu selbst herstellt: vom Interieur des Bildraumes bis zur Kleidung der Porträtierten. Er versteht sich mit diesem Alleinstellungsmerkmal in der Fotokunst als »photographic craftsman«. Seine auf dem Fotokunstmarkt hoch beachteten Serien »1503« (2010) und »Carte« (2012) waren Bestandteil zahlreicher internationaler Ausstellungen. Arbeiten von Christian Tagliavini, von denen einige bereits ausverkauft sind, befinden sich in namhaften privaten Sammlungen und Unternehmenssammlungen. Christian Tagliavini lebt und arbeitet heute in der Schweiz.

»Voyages Extraordinaires« von Jules Verne

»Voyages Extraordinaires« (außergewöhnliche Reisen) ist eine Buchreihe von 54 Romanen und Geschichten von Jules Verne (1828–1905), die ursprünglich zwischen 1863 und 1905 veröffentlicht wurden. Die Werke in dieser Reihe enthalten sowohl fiktionale als auch nichtfiktionale Elemente, teilweise mit offenen Science-Fiction-Bestandteilen oder Bezügen zur wissenschaftlichen Romantik. Das Ziel dieser abenteuerlichen Geschichten war alle geografischen, geologischen, physikalischen und astronomischen Kenntnisse der damaligen Wissenschaft zu skizzieren und somit die Geschichte des Universums in einem unterhaltsamen und fantasievollen Format zu erzählen. Jules Vernes Liebe zum Detail – auch ein Charakteristikum der Arbeitsweise von Christian Tagliavini – und zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, gekoppelt mit seinem Sinn für Wunder und Exploration, begründen den Kern der Reisen. Ein bedeutsamer Grund für den außerordentlichen Erfolg seiner Buchreihe war die Möglichkeit, dass der Leser das Wissen über Geologie, Biologie, Astronomie, Paläontologie, Ozeanographie und den exotischen Orten und Kulturen der Welt, durch die Abenteuer seiner Protagonisten wirklich erlangen konnte. Die beeindruckende Fülle von Informationen und Wissen definierten Jules Vernes Werke als »enzyklopädische Romane«.

Vernissage: Samstag, 12. Dezember 2015, Kostenfreie Führung durch die Ausstellung um 16 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 12. Dezember 2015 bis Samstag, 27. Februar 2016

Zu Camera Work

 

Bildunterschrift: ©Christian Tagliavini

Christian Tagliavini – CAMERA WORK – Kunst in Berlin ART at Berlin

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