post-title Florian Schmidt | Wall Works – 8 Weeks, 4 Exhibitions | Daniel Marzona | 24.02.-11.03.2017

Florian Schmidt | Wall Works – 8 Weeks, 4 Exhibitions | Daniel Marzona | 24.02.-11.03.2017

Florian Schmidt | Wall Works – 8 Weeks, 4 Exhibitions | Daniel Marzona | 24.02.-11.03.2017

Florian Schmidt | Wall Works – 8 Weeks, 4 Exhibitions | Daniel Marzona | 24.02.-11.03.2017

bis 11.03. | #1106ARTatBerlin | Daniel Marzona zeigt seit dem 14. Januar 2017 das Ausstellungsformat „Wall Works – 8 Weeks, 4 Exhibitions“ und nun mit dem Künstler Florian Schmidt den vierten Teil der Ausstellung.

Daniel Marzona zeigt im letzten Teil der Ausstellungsreihe Wall Works – 8 Weeks, 4 Exhibitions wandbezogene Arbeiten von Florian Schmidt, in denen der Künstler das Verhältnis von Raum, Material und Farbe erforscht. Der Fokus dieser Ausstellung liegt auf gleichformatigen Gemälden aus der Serie Proximity, die Schmidt aus einem Keilrahmen, Karton, Vinyl, Acrylfarbe und Lack angefertigt hat.

Auf den Rahmen, der wie in all seinen Arbeiten den Bezugspunkt bildet, sind Formen aus Karton appliziert. Bei der Komposition lässt er sich von bereits vorhandenen Materialien leiten, Teile und Produktionsreste vorheriger Arbeiten werden als Basis für neue Arbeiten verwendet. So betont seine zyklische Arbeitsweise den Produktionsvorgang. Seine Bilder sind nicht “abgeschlossen”, sondern sind vielmehr als Momentaufnahme des Arbeitsprozesses zu sehen; unter Umständen wird das Bild von Schmidt wieder bearbeitet, die Komposition durch Farbeinsatz nochmals beeinflusst und manipuliert. Die Präsentation von seriellen Bildergruppen verdeutlicht durch den Vergleich seine Konzeption: Durch Wiederholung und Variationen erkundet Schmidt immer wieder Möglichkeiten, seine Arbeiten in neue Zusammenhänge und Beziehungen zu setzen.

Dieser Arbeitsprozess steht inhaltlich als auch formal im Zentrum Schmidts künstlerischer Praxis. Sichtbar wird er hier an den Abständen zwischen den Kartonstücken, durch die Konturen entstehen. Diese Zwischenräume, die Schmidt teilweise auch bemalt hat, erscheinen als Linien, die einerseits in ihrer zeichnerischen Wirkung wichtiges Kompositionselement sind und andererseits eine räumliche Dynamik des Bildes erzeugen. Wie tektonische Platten muten die Elemente an und spielen mit der Wechselwirkung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, die für Schmidts Arbeiten charakteristisch ist. Schmidts Einsatz der Farbe verstärkt diese räumliche Wahrnehmung. Je nachdem, mit welcher Intensität der Künstler die monochromen Farbflächen gestaltet, wie er sie einsetzt und aufeinandertreffen lässt, nähern sich die einzelnen Elemente an, verschmelzen beinahe, harmonieren oder stoßen sich ab, so dass sich eine zwar zarte, aber heterogene spannungsgeladene Struktur ergibt. Auf dieses Zusammenspiel und Aufeinandertreffen der Farbflächen verweist auch der Titel der Serie Proximity – Nähe, Nachbarschaft, Umgebung.

Florian Schmidts Arbeiten sind auf den ersten Blick eher unauffällig. Wenn sich der Betrachter jedoch darauf einlässt, den Werdensprozess beim Schauen nachzuempfinden, erweisen sie sich als experimentelle Erkundungen medialer, räumlicher und formaler Fragen und offerieren eindrucksvolle Sehmöglichkeiten: die Wechselwirkung von Oberfläche und räumlicher Tiefe, den Zusammenklang von Farben und Formen, die dazu veranlassen über die Grenzen und Definitionen von Zeichnung, Malerei, Skulptur und Architektur zu reflektieren.

Florian Schmidt (geb. 1980 in Raabs/Thaya, Österreich) lebt und arbeitet in Berlin. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenen Künste Wien (1999–2006 ) und an der Hochschule für Bildende Kunst Hamburg (2002–2003) stellte Schmidt seine Arbeiten international in Einzel- und Gruppenausstellungen aus: zum Beispiel in Correspondance, Kunsthalle Krems, Factory – Einzelausstellung/Kat.; Art at the Core, Hudson Valley Center for Contemporary Art, Peekskill, New York; Faces and Facets: Recent Acquisitions im Princeton University Art Museum; (S)ITUATIONS, L’architecte, le musée et le collectionneur, Musée du Pays de Sarrebourg; Malerei: Prozess und Expansion, Museum Moderner Kunst, MUMOK, Wien; oder so: Malerei konkret/abstrakt, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck und Future and Reality, 5th Beijing International Art Biennale, National Art Museum of China.

Ausstellungsdaten: Freitag, 24. März bis Samstag, 11. März 2017

Zu Daniel Marzona

 

Bildunterschrift: Florian Schmidt: installation view at Gallery Daniel Marzona
courtesy of the artist and Daniel Marzona, Berlin

Ausstellungen Berliner Galerien: Florian Schmidt – Daniel Marzona | ART at Berlin

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