post-title Wura Natasha Ogunji | Every Mask I Ever Loved | ifa-Galerie Berlin | 28.09.2017-14.01.2018

Wura Natasha Ogunji | Every Mask I Ever Loved | ifa-Galerie Berlin | 28.09.2017-14.01.2018

Wura Natasha Ogunji | Every Mask I Ever Loved | ifa-Galerie Berlin | 28.09.2017-14.01.2018

Wura Natasha Ogunji | Every Mask I Ever Loved | ifa-Galerie Berlin | 28.09.2017-14.01.2018

bis 14.01. | #1623ARTatBerlin | ifa-Galerie zeigt ab dem 28. September 2017 die Ausstellung “Every Mask I Ever Loved” der Künstlerin Wura Natasha Ogunji.

In „Every Mask I Ever Loved“ präsentiert Wura-Natasha Ogunji eine Reihe neuer Arbeiten in Form von Zeichnungen und Performances – darunter auch Wiederaufführungen ihrer Performances „Sweep“, „The Kissing Mask“ und „If I loved you“ – und setzt damit ihre Untersuchungen zur Präsenz von Frauen im öffentlichen und privaten Raum fort. Begleitend zu den Performances zeigt die Ausstellung außerdem Arbeiten wie Stoffmasken und Videos, die in den Performances eine tragende Rolle spielen oder sich auf diese beziehen.
In ihren Zeichnungen (bestehend aus handgestickten Figuren auf transparentem Architektenpapier), Videos und Performances erforscht Ogunji Körperlichkeit, Ausdauer und Körpergesten und erkundet unser Verhältnis zum geografischen, architektonischen und filmischen Raum sowie Erinnerung und Geschichte. Zentrales Thema vieler ihrer Performances ist das Verhältnis zwischen Körper und gesellschaftlicher Macht und Präsenz, insbesondere die Art und Weise, wie sich die räumliche Präsenz von Frauen in dramatischen und alltäglichen Handlungen manifestiert.

Ogunjis Arbeiten sind stark beeinflusst von der langjährigen Erfahrung, zwischen zwei Ländern zu leben (Austin/Texas und Lagos/Nigeria), vor allem aber von ihrem aktuellen Wohnort Lagos. Die Uraufführung ihrer Performance „Sweep“ fand ursprünglich bei ihrem ersten Aufenthalt in Nigeria statt. Wie sie erläutert, wollte sie, dass das Land sich an ihre Anwesenheit erinnert. Seither hat Ogunji „Sweep“ in unterschiedlichen Zusammenhängen und Ländern aufgeführt, zur Vertiefung ihrer Auseinandersetzung mit der Präsenz von Frauen in der jeweiligen Gesellschaft und Erkundung von Vorstellungen zu Heimat und Identität in der Diaspora. „The Kissing Mask“ und „If I loved you“ sind Experimente mit Begriffen wie Selbstbewusstsein, Intimität und Abgrenzung sowie dem, was man als die „Grenzen von Empathie und Identifikation“ bezeichnen könnte (Kathy-Ann Tan, 2016).

Als drittes, dem Feminismus gewidmetes Kapitel von Untie to Tie – Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften soll das Begleitprogramm der Ausstellung Gelegenheit bieten, sich an die „auffälligen Parallelen zwischen sexueller Gewalt gegen einzelne Frauen und neokolonialer Gewalt gegen Menschen und Nationen“ (Angela Davis, 1985) zu erinnern. Zugleich dient es einer kritischen Hinterfragung der Idee der Frauenrechte in einem postkolonialen Kontext, in dem diese nach wie vor größtenteils nur von wenigen definiert werden. „Every Mask I Ever Loved“ bietet die Möglichkeit, Feminismen transnational neu zu denken, und ruft in Anlehnung an Ogunjis Praxis dazu auf, geografische Präsenz und Spezifität sowie individuelle Narrative in diese Überlegungen einzubeziehen.

Wura-Natasha Ogunji (geb. 1970 in St. Louis, USA, lebt in Lagos, Nigeria) hat einen BA-Abschluss in Anthropologie der Stanford University und einen MFA-Abschluss in Fotografie der San Jose State University. Ogunji war Stipendiatin der John Simon Guggenheim Memorial Foundation und erhielt weitere Stipendien des National Performance Network, der Pollock-Krasner-Stiftung, dem Dallas Museum of Art und dem Idea Fund.

Über “Untie to Tie – Koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften”

Mit Untie to Tie – Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften lädt die ifa-Galerie Berlin dazu ein über die Auswirkungen von kolonialen Vermächtnissen zu reflektieren, die fortwährend und global die zeitgenössischen Realitäten und das alltägliche Leben beeinflussen. Von April 2017 bis April 2018 beschäftigt es sich in vier Kapiteln mit den kolonialen Vermächtnissen in zeitgenössischen Gesellschaften aus den Perspektiven der globalen Verbundenheit, der urbanen Kulturen, verschiedener Formen des Feminismus und, im abschließenden Kapitel, des Aufstands und des Widerstands.

Kapitel 1:
Globale Verbundenheit
31.3.-11.6.2017

Kapitel / Chapter 2:
Urbane Kulturen
23.6.-17.9.2017

Kapitel / 3:
Formen des Feminismus
29.9.2017-14.1.2018

Kapitel 4:
Über Aufstände und Widerstand
26.1.-1.4.2018
Freitag, 29. September
Performance „If I loved you“, 18 Uhr
Künstlerin- und Kuratorengespräch, 19 Uhr

Samstag, 30. September
Performance „Sweep“, 15 Uhr

Vernissage: Donnerstag, 28. September 2017, ab 19:00 Uhr mit Performance „The Kissing Mask“

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 28. September bis Sonntag, 14. Januar 2018

Zur ifa-galerie

 

Bildunterschrift: Wura Natasha Ogunji via ifa-Galerie

Ausstellung: Wura Natasha Ogunji – Every Mask – Ever Loved – ifa-Galerie Berlin | Contemporary Art | ART at Berlin

 

 

 

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