post-title Sinta Tantra + André Hemer | Woven and Illuminated | Kristin Hjellegjerde Berlin | 26.04.-01.06.2019

Sinta Tantra + André Hemer | Woven and Illuminated | Kristin Hjellegjerde Berlin | 26.04.-01.06.2019

Sinta Tantra + André Hemer | Woven and Illuminated | Kristin Hjellegjerde Berlin | 26.04.-01.06.2019

Sinta Tantra + André Hemer | Woven and Illuminated | Kristin Hjellegjerde Berlin | 26.04.-01.06.2019

bis 01.06. | #2437ARTatBerlin | Kristin Hjellegjerde Berlin präsentiert ab 26. April 2019 die Ausstellung Woven and Illuminated mit der Künstlerin Sinta Tantra und dem Künstler André Hemer. 

Wie kann der Einfluss von Licht unsere Perspektiven oder gar Objekte selbst transformieren? Diese Frage vereint die komplexen und vielschichtigen künstlerischen Wege von Sinta Tantra und André Hemer. Für ihre erste gemeinsame Ausstellung in der Kristin Hjellegjerde Gallery Berlin präsentieren die Künstler*innen unterschiedliche Arbeiten, welche die fluktuierenden Beziehungen zwischen Raum, Zeit und Materialität ergründen. Unter dem Titel „Woven and Illuminated“ vereint die Ausstellung eine Sammlung von Kunstwerken, die verschiedene Dimensionen miteinander verflechten und den Betrachter zu einer intimen Reise in kreative Prozesse einladen.

Sinta Tantras vielseitige künstlerische Praxis umfasst alles, von Kunst im öffentlichen Raum, über Installationen und Skulpturen bis hin zu Malerei. In erster Linie sind ihre „Farbcollagen“ bekannt, in denen separate Elemente durch architektonische Linien und lebendige Farben vereint werden. In jüngster Zeit hat Tantra Begeisterung für das Handwerk des Webens entwickelt, sowohl in Bezug auf die alte physische Praxis, als auch auf das Konzept der Verbindung von Raum, Objekt und Zeit. Während diese Faszination wahrscheinlich am deutlichsten in Tantras Installationen wird, welche Betrachter*innen auffordern, sich um das dreidimensionale Kunstwerk zu bewegen, gibt sie ihren Bildern vor allem ein Gefühl von Tiefe. Sobald das Entwurfsmuster ausgearbeitet und auf das Leinen übertragen ist, wird Temperafarbe schnell und präzise aufgetragen, um eine scheinbar flache, grafische Farblichkeit zu erzeugen. Doch bei näherer Betrachtung können Rezipient*innen die Pinselstriche der Künstlerin physisch erkennen und erfühlen, wobei die Bereiche der rohen Leinwand die Textur und das Gewebe des Leinens preisgeben. Auf diese Weise führt uns das Bild nicht nur auf eine Reise durch seine verschiedenen Dimensionen, sondern auch durch Zeit und Raum. „Ich sehe es als eine Art Theaterbühne“, kommentiert Tantra. „Die Idee ist Requisiten oder Kunstwerken als ein Mittel zu verstehen, die dir ermöglichen private und öffentliche Sphäre miteinander zu verweben, wenn du in deiner Vorstellung den Sprung von deinem tatsächlichen Standort zu einem imaginären machst.“

Tantra fordert uns zu einem weiteren Sprung zwischen Orten auf, wenn sie vom inneren Galerieraum in den Garten über geht. Ihre Vinylfenster-Displays fungieren als farbige Schwellen zwischen beiden Räumen, da das Sonnenlicht die Farbe über den Tag verteilt auf den Boden wirft; somit verändern sich sowohl Kunstwerke, als auch die Galerie selbst konstant. „Ich mag die Narrative, die einzelne Farben erzählen können“, erklärt Tantra. „Ich beziehe mich oft auf eine tropische Pop Art-Palette und die Farben der britischen Tradition, auch in Anbetracht der Spannung zwischen männlich und weiblich, sowie auf die wechselnden Farben des Lichts selbst. Auf Bali aufgewachsen, habe ich den Sonnenuntergang, in dem rosa mit blau verschmilzt und dann plötzlich dunkel wird, immer geliebt.“ Für Tantra ist diese Reise durch Farbspektren der Katalysator für das Eintauchen in die Kreativität sowohl für sich selbst als Künstlerin als auch für die Betrachter*innen: „Wenn ich Farben an die Wand oder den Boden male, möchte ich, dass die Menschen die von ihnen bewohnten architektonischen Räume mit geschärften Sinnen betrachten, sei es in ihren Häusern oder in ihrem urbanen Umfeld. Ich möchte, dass die Menschen inspiriert werden und Freude daran finden, die Welt um sie herum zu gestalten und zu verändern. “

ART-at-Berlin---Courtesy-Kristin-Hjellegjerde-Berlin---Sinta-Tantra-2019
Sinta Tantra, A Farewell Midnight Kiss, Tempera auf Leinen, 160 x 130 cm, 2019.

Auf ähnliche Weise verwendet der in Neuseeland geborene Künstler André Hemer Licht, um verschiedene Elemente miteinander zu verbinden, Transformation auszulösen und eine einzigartige temporäre Farbpalette zu schaffen. Für sein jüngstes Werk wurden physische Objekte (aus Farbe erstellt) auf einem Flachbett en plein air gescannt, um nicht nur eine Version des Objekts, sondern auch die umgebende Landschaft und die atmosphärischen Bedingungen des jeweiligen Tages einzufangen. Die gescannten Bilder werden anschließend mit dicken, üppigen Farbstrudeln von Hand bearbeitet, um so der Dreidimensionalität des Bildes eine neue Ebene hinzuzufügen. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Gemälden mit der Tiefe von Skulptur. Wir sind eingeladen, das Werk als Objekt zu betrachten, seinen Herstellungsprozess, seine Entstehung. „Es geht um Re-Materialisierung“, kommentiert Hemer. „Das vollendete Gemälde enthält immer eine Version des ursprünglich gemalten Objekts, welches jedoch erst zu einem gescannten Bild abgeflacht und dann wieder zu einem Gemälde wurde. Ich interessiere mich für die Interaktion all dieser Materialitäten.“

Dieser Austausch findet sich auch in der künstlerischen Praxis wieder, die sich zwischen digitaler Bildgebung und traditioneller Malerei bewegt. Hemer betont jedoch, dass digitale und physische Methoden für ihn und die überwiegende Mehrheit der zeitgenössischen Künstler*innen nicht separiert, sondern untrennbar miteinander verbunden sind. Beide sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Erkundung von Repräsentationen und Materialitäten. „Ich benutze beispielsweise oft Gold“, erklärt Hemer, „weil es sowohl Farbe als auch Material ist. Wenn ein Scanner Gold fängt, wird dies zu etwas anderem, weil es in einem digitalen Bild so etwas wie Gold nicht gibt. “ So laden uns Hemers Kunstwerke dazu ein, die Entstehung der Bilder, die uns umgeben, näher zu betrachten und zu reflektieren, wie verschiedene Prozesse unsere Perspektiven verändern oder manipulieren. Auf ähnliche Weise fragen wir uns vielleicht, wie der Dialog zwischen Tantras und Hemers so verschiedenen Kunstwerken in ein und demselben Galerieraum unser Verständnis beeinflussen und unsere Fantasie anregen kann.

ACHTUNG! Sonder-Öffnungszeiten zum Gallery Weekend 2019: Freitag, 26. April, 12:00 – 21:00 Uhr, Samstag, 27. & Sonntag, 28 April, 11:00 – 19:00 Uhr

Vernissage: Freitag, 26. April 2019, 18:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag. 26. April – Samstag, 1. Juni 2019

Zur Kristin Hjellegjerde Gallery

 

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