post-title Rei Naito | Face (the joys were greater) | Loock Galerie | 01.05.–14.06.2026

Rei Naito | Face (the joys were greater) | Loock Galerie | 01.05.–14.06.2026

Rei Naito | Face (the joys were greater) | Loock Galerie | 01.05.–14.06.2026

Rei Naito | Face (the joys were greater) | Loock Galerie | 01.05.–14.06.2026

bis 14.06. | #5039ARTatBerlin | Loock Galerie präsentiert ab Freitag, 1. Mai 2026 die Ausstellung Face (the joys were greater) der Künstlerin Rei Naito.

Im Dialog mit dem Galerieraum präsentiert die Künstlerin drei Kompositionen aus je vier Skulpturen sowie zwei weitere skulpturale Werkgruppen. Jede „Face“-Arbeit bildet ein Ensemble mit einer einzelnen „Grace“-Arbeit aus Stoff mit Blumenmuster und einer winzigen Glasperle, die von der Decke hängt. „Return the secret to the world“ wird als Ensemble mit den Arbeiten „1 – 3“ präsentiert. Ein unendlicher Lichtraum, der durch auf dem Boden und an der Decke platzierte Spiegel entsteht. Wiederkehrende Titel, Motive und Materialien im Œuvre von Rei Naito sprechen das Unterbewusstsein des Betrachters in einem feinen Gleichgewicht aus Anspannung und Entspannung an und erweitern und vertiefen so die Interpretation der Werke. Naito beschreibt ihre Arbeiten oft als Zirkulation zwischen dem „Inneren des Lebens“ und dem „Äußeren des Lebens“.

1 Face (the joys were greater), 2024
Face (the joys were greater) entstand vor mehr als dreißig Jahren durch Zufall. Eines Tages war Naito aufgebracht und wollte gerade einige an der Wand befestigte Drucksachen wegwerfen. Als sie bemerkte, dass es sich um eine Person handelte, beschloss sie, sie wieder anzubringen. Die Künstlerin spürte eine plötzliche Bedeutungswandlung im Lächeln der Frau, das sich zeigte. Seitdem soll sie Bilder von „lächelnden Frauen“ gesammelt haben.

2 Ohne Titel, 2024
Eine winzige Glasperle an einem Nylonfaden, die von der Decke hängt.

3 Grace, 2024
Die kleinen bedruckten Stoffstücke in Grace (2018) deuten auf eine Größe von 78 mm Durchmesser hin – eine Existenz, die den Menschen bei ihrer Geburt in diese Welt gewährt wird. Der bedruckte Stoff (2024), der in jüngeren Arbeiten Gras darstellte, ist zu einer Szene blühender Blumen geworden.

4 Return the secret to the world, 2024
Zwei einander gegenüberliegende Spiegel symbolisieren einen sich unendlich fortsetzenden Raum. Jeder der beiden Spiegel und seine Welt erstrecken sich nicht nur durch die Reflexion des jeweils anderen Spiegels, sondern auch in Richtung der Außenwelt. In dem Moment, in dem wir in den Raum zwischen den beiden Spiegeln eingreifen, verschwindet die Ewigkeit. Es offenbart Gewalt, die in unserem Verhalten verborgen ist, das rein und unbewusst ist. Die Größe des Spiegels hat dieselbe Bedeutung wie in „Grace“ (Stoff). Wenn man auf „Grace“ atmet, spiegelt sich, obwohl es für die Person selbst nicht sichtbar ist, ein Gefühl des Lebens ewig im Spiegel wider.

5 color beginning, 2026
Farbiges Wollgarn ist zart mit Fadenbändern zusammengebunden und gibt sich der Schwerkraft hin. Die Farben des Fadens und des Garns schwanken leicht im wechselnden Sonnenlicht des Tages. Farbe löst sich vorübergehend von Bedeutung und Beziehungskontext und kehrt zu ihrer Einzigartigkeit zurück.

Der Text wurde unter Bezugnahme auf und unter Zitierung von Texten von Reiko Setsuda aus dem Ausstellungskatalog „Rei Naito: come and live – go and live“ im Nationalmuseum Tokio, 2024, verfasst.

Rei Naito (*1961, Hiroshima, Japan) lebt und arbeitet in Tokio. Sie absolvierte das College of Art and Design der Musashino Art University (1985). Bekannt wurde sie mit „One Place on The Earth“ im Sagacho Exhibit Space (1991). Dieses Werk wurde im japanischen Pavillon auf der 47. Biennale von Venedig (1997) gezeigt.

Bedeutende Einzelausstellungen fanden statt im Nationalmuseum Tokio, im Ginza Maison Hermès (2024), in der Staatlichen Graphischen Sammlung München (2023), im Museum für zeitgenössische Kunst, Kanazawa, Ishikawa (2020), im Zentrum für zeitgenössische Kunst, Art Tower Mito, Ibaraki (2018), im Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv (2017), dem Japanischen Kulturinstitut in Paris (2017), dem Tokyo Metropolitan Teien Art Museum, Tokio (2014), dem Museum of Modern Art, Kamakura, Kanagawa (2009), dem Karmeliterkloster, Frankfurt am Main (1997) und dem National Museum of Art, Osaka (1995).

Werke von Rei Naito befinden sich in folgenden privaten und öffentlichen Sammlungen: Deutsche Bank (Deutschland), Museum of Modern Art (New York, USA), Museum für Moderne Kunst (Frankfurt am Main, Deutschland) und Museum of Contemporary Art (Tokio, Japan). Permanente Werke sind im Kinza, einem Art-House-Projekt (Naoshima, „Being given“, seit 2001) und im Teshima Art Museum („Matrix“, seit 2010) zu sehen.

Vernissage: Freitag, 1. Mai  2026, 12:00 – 18:00 Uhr

Ausstellungdaten: Freitag, 1. Mai  – Sonntag, 14. Juni 2026

Zur Galerie

 

 

Bildunterschrift: Renate Zeun, 10. Dezember 1983 © Renate Zeun, Courtesy LOOCK, Berlin

Ausstellung Rei Naito – Loock Galerie | Kunstausstellung in Berlin – Contemporary Art – Ausstellungen Berlin Galerien  – ART at Berlin

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