bis 26.07. | #5077ARTatBerlin | Galerie Tammen zeigt ab Freitag, 5. Juni 2026 die Ausstellung „Mommy, why does everybody have a Bomb?“ die Künstler Johannes Hepp – Skulptur und Lars Theuerkauff – Malerei.
Der Titel der Ausstellung zitiert die finalen Zeilen aus dem Prince-Hit „1999“: „Mommy, why does everybody have a Bomb?“ Wie gegenwärtig diese Frage heute wieder ist – in dieser Zeit voll von Spannungen, Widersprüchen und Krisen – und dies sicher nicht nur aus einer kindlichen Perspektive.
Der Künstler als Seismograph seiner Zeit und Lebenswelt – in diesem gemeinsamen Anspruch begegnen sich der Bildhauer Johannes Hepp und der Maler Lars Theuerkauff.
JOHANNES HEPP
Johannes Hepp ist ein Flaneur, der über die Menschen und das Mensch-Sein nachdenkt. Auf seinen Wegen inspirieren ihn Fundstücke zu poetischen Figuren-Konstellationen. Er sägt und schnitzt Skulpturen aus Holzblöcken heraus – verspielt mit leisem Humor und doch dem Abgrund nicht fern. Hepps Figuren – zugleich vertraut und fremd – wie Fabelwesen aus Träumen seiner Kinder, oder wie die Nachbarn, die wir seit Jahren grüßen und doch nicht wirklich kennen.
Johannes Hepp, „o. N.“, 2026, Lindenholz bemalt, Glühbirne, Keramikfassung, 10 × 10 × 14 cm
LARS THEUERKAUFF
Lars Theuerkauff pipettiert seine gewichtigen Motive aus dem Bilderstrom unserer Zeit – das Selfie eines gefallenen Soldaten, ein verlorener Teddybär in den Trümmern, brennende Palmen im Amazonas. Er überführt Fragmente einer verwundeten Welt in umfangreiche Gemäldezyklen. Aus Spuren der Zerstörung lässt Theuerkauff Gegenbilder entstehen – zarte Erinnerungen an unsere Kindheit, flüchtige Augenblicke unmittelbarer Schönheit im Sonnenlicht: Visionen eines Lebens, wie es sein könnte, Hoffnungen.
Lars Theuerkauff, „Loved, Lost and Found 18“, 2026, Acryl auf Leinwand, 55 × 40 cm
KONZERTE & LESUNGEN
Bitte beachten Sie Begleitprogramm: Immer donnerstags, 19 Uhr — 11. Juni bis 23. Juli 2026 — in den Räumen der Galerie. EINTRITT auf Spendenbasis. Um Voranmeldung wird gebeten.
11. Juni — Evi Filippou (Vibraphon) & Robert Lucaciu (Kontrabass)
„Love at Last Sight“ ist der Titel ihres gerade erschienenen Albums. Gemeinsam bewegen sich die beiden zwischen verschiedenen musikalischen Welten, von klassischer Musik des 20. Jahrhunderts über Folk und Jazz bis hin zur freien Improvisation, und präsentieren ein vielseitiges Repertoire an Kompositionen.
18. Juni — Wiebke Puls liest Texte von Óscar Perdomo
Die Schauspielerin Wiebke Puls ist seit dem Jahr 2005 festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Neben ihren Auftritten in Film und Fernsehen ist sie als Sprecherin für Hörbücher bekannt. Bei uns wird sie aus den Texten des kolumbianischen Schriftstellers Óscar Perdomo lesen.
25. Juni — Fabian Kalker (Ambient Live Set)
Fabian Kalker ist Musiker und Produzent im Bereich Ambient, elektronischer Musik und experimenteller Klangräume. Seine Kompositionen verbinden elektronische Texturen mit improvisatorischen und atmosphärischen Elementen.
2. Juli — Rike Scheffler (Lesung)
Beruhend auf ihrem Gedichtband „Lava. Rituale“ erkundet die Lyrikerin, Musikerin und Performerin Rike Scheffler zukünftiges Leben in artenübergreifender Gemeinschaft. Mit Stimme, Körper und Poesie lockt sie uns in zärtliche, spekulative Welten, in der die Grenzen zwischen Natur & Kultur, Mensch, Maschine & Tier schon vor langer Zeit verschwammen. Gemeinsam finden wir Rituale, üben wir uns in Revolution.
9. Juli — Elke Brüsch (Gesang), Dirk Trageser (Gitarre) & Daniel Cordes (Kontrabass)
Daniel „Danda“ Cordes und Dirk Trageser sind Mitglieder der Kult-Band „17 Hippies“. Wenn die beiden gemeinsam mit der Sängerin Elke Brüsch auftreten, wird es nicht nur mehrstimmig, ihr musikalisches Spektrum reicht dann von Folk und Chanson bis zu den alten Songs of Love & Peace.
16. Juli — Logan February (Performance)
1999 in Nigeria geboren, ist Logan February für Lyrik und multidisziplinäre Sprachkunst bekannt. Logan verbindet den Blickwinkel der queeren afrikanischen Diaspora mit psychospirituellen Motiven und Bezügen zur Yorùbá-Mythologie.
23. Juli — Nico Pavlovic (Piano) & Isaac Newman (Cello)
Das Konzert orientiert sich an Bach, Beethoven, Debussy und Grieg. Es geht von bedeutenden Musikwerken aus und enthält verschiedene improvisierte Abschnitte, etwa das Hauptthema aus Beethovens Siebter Symphonie, das in Anlehnung an die Textur des ersten Präludiums aus Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ gespielt wird. Die Idee hinter diesem Konzert ist es, der Kunst der Improvisation Tribut zu zollen. Zu seiner Zeit war Bach eher als Improvisator bekannt denn als Komponist.
26. Juli — Finissage — ab 15 Uhr
Vernissage: Freitag, 05. Juni 2026, 19:00–22:00 Uhr
Ausstellungsdaten: Freitag, 05. Juni – Sonntag, 26. Juli 2026
Zur Galerie
Bildunterschrift Titelbild: Lars Theuerkauff, Sturm 27, 35 x 25 cm, Acryl auf Leinwand, 2026
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