bis 19.12. | #5179ARTatBerlin | Galerie Esther Schipper präsentiert ab Freitag, 06. November 2026 die Ausstellung „Make a wish“ der Künstlerin Jenny Brosinski.
Brosinski wurde in Celle, Deutschland, geboren. Im Jahr 2012 schloss Brosinski ihr Meisterschüler-Studium an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin ab. Sie stand 2014 auf der Shortlist für den Berliner Kunstpreis und wurde 2024 für den Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer nominiert. Brosinski lebt und arbeitet derzeit in Berlin und Blankensee.
Ihre Gemälde verbinden einen experimentellen Ansatz mit einem präzisen Gespür für Komposition. Auf oft weitläufigen, ungrundierten Leinen- oder Leinwandflächen stehen Markierungen, Flecken, Farbflächen und vereinzelte Wörter im Kontrast zur freiliegenden Oberfläche. Manche Motive wirken isoliert, andere bilden lose Konstellationen oder prallen aufeinander. Die daraus entstehenden Kompositionen sind offen, doch ihre Wechsel in Maßstab, Dichte und Farbe verleihen ihnen eine hochgradige Spannung.
Brosinski arbeitet intuitiv und lässt jeden Pinselstrich auf das reagieren, was bereits auf der Leinwand zu sehen ist. Eine gezeichnete Linie kann zurückhaltend und zögerlich bleiben, während ein Farbfleck oder ein Farbfeld das Gleichgewicht der gesamten Komposition verändern kann. Die Gemälde bewahren die Spuren dieses Prozesses. Brosinski spielt mit der Kombination aus scheinbarer Spontaneität und Kontrolle; sein Vokabular umfasst die Direktheit von Graffiti und die scheinbare Einfachheit kindlicher Zeichnungen, doch diese Formen sind in eine sorgfältig durchdachte bildliche Struktur eingebettet. Manchmal heben sich leuchtende, strahlende Farben wie Signale vom rohen, unbemalten Untergrund ab.
Zu den ausgewählten institutionellen Einzelausstellungen zählen: „Mistakes that already ended & stories that may never be true“, Stufen zur Kunst, Kunstverein Hannover/Stiftung Niedersachsen, Hannover (2026); „Funny Bone“, Kunstverein Oldenburg (2024); „There Were No Birds To Fly“, Kunsthalle Emden (2023); „Doch.“, Kunstverein Schwerin (2021). Zu den ausgewählten Gruppenausstellungen gehören: „Helen Frankenthaler moves Jenny Brosinski, Ina Gerken, Adrian Schiess“, Museum Reinhard Ernst, Wiesbaden (2025); „Skulpturenpark am Kesselhaus“, Städtische Galerie Offenburg, Offenburg (2024); „Soft? Tactile Dialogues“, MoMu, Antwerpen (2018).
Vernissage: Freitag, 06. November 2026
Ausstellungsdaten: Freitag, 06. November – Donnerstag, 19. Dezember 2026
Bildunterschrift Titel: Jenny Brosinski, Epeios (no one bent his knees again), 2026. Foto: Gunter Lepkowski
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