post-title Hans Hoge, Manfred Fuchs + Achim Mogge | Emergente Landschaften | Galerie Mutare | 13.10.-25.11.2023

Hans Hoge, Manfred Fuchs + Achim Mogge | Emergente Landschaften | Galerie Mutare | 13.10.-25.11.2023

Hans Hoge, Manfred Fuchs + Achim Mogge | Emergente Landschaften | Galerie Mutare | 13.10.-25.11.2023

Hans Hoge, Manfred Fuchs + Achim Mogge | Emergente Landschaften | Galerie Mutare | 13.10.-25.11.2023

bis 25.11. | #4055ARTatBerlin | Galerie mutare zeigt ab 13. Oktober 2023 die Ausstellung Emergente Landschaften mit Malerei und Skulptur der Künstler Hans Hoge und Manfred Fuchs und eine Ausstellung im Undercover Showroom mit Malerei des Künstlers Achim Mogge, begleitet von weiteren Lichtobjekten von Hans Hoge.

Skulpturales aus Beton, Eisen und Glas, Schemenhafte Darstellungen von Umgebungen und die Schönheit von Industrielandschaften, präsentiert durch unterschiedlich überraschende Darstellungsvarianten. Emergente Landschaften – sichtbar gemacht durch Hans Hoge, Manfred Fuchs und Achim Mogge. Die Galerie mutare widmet sich in ihrer kommenden Ausstellung den Werken dreier unterschiedlicher Künstler.

ART at Berlin - courtesy Galerie Mutare - Hans Hoge 2Hans Hoge

Hans Hoge, ehemaliger Meisterschüler von Tony Cragg, schafft Skulpturen für den Innen- und Außenraum im kleinen und großen Format. Er verwendet unterschiedliche Materialien wie Glas, Styropor, Bronze, Beton oder Aluminium. Die Bildhauerei als dreidimensionales Medium bedeutet für ihn, mehrere Perspektiven zu erzeugen, erweitert um eine vierte Bezugsebene: die Zeit, sichtbar gemacht durch Licht und Elektromechanik. Hoge sucht dabei die figürliche ostdeutsche Tradition mit den Experimenten und Abstraktionen westlicher Kunst, die deutsche „heile“ Kulturlandschaft mit Industrieanlagen, intuitive Beobachtung mit rationalem Verständnis, das Individuelle mit dem Gemeinschaftlichen zu verbinden. Ein Künstler mit langjähriger Erfahrung in der Skulptur und Objektkunst präsentiert in dieser Ausstellung einige seiner neuesten Werke. Für ihn selbst finden die Exponate dieser Ausstellung trotz teilweiser langer und komplexer Entstehungsgeschichte jetzt zueinander. Hoge selbst sagt:  „Ich konnte einige lose Enden aus verschiedenen Etappen verbinden. Nach persönlichen Umbrüchen klären sich nun bisher offene Fragen. Auf eine Reihe von zeitlich begrenzten und teilweise fragilen Projekten folgen mit der gegenwärtigen Ausstellung dauerhaftere Objekte. Dabei sind einige der vorher getesteten experimentellen Strategien mit in den Schaffensprozess eingeflossen.“

ART at Berlin - courtesy Galerie Mutare - Manfred FuchsManfred Fuchs, Mittag, 2023, Eitempera, Öl auf Leinwand, 170 x 150 cm 

Manfred Fuchs‘ Bilder erinnern in der Farbmodulation an Claude Monet. Nicht das für den Impressionismus charakteristische Geflecht aus Farbtupfen und -strichen verwendet Fuchs, sondern eine flächige Lasurtechnik in Eitempera, in die er Pinsel- und Kohlezeichnungen einfließen lässt. Formen werden zart angedeutet oder leicht umrissen. Landschaft wird im Werk von Manfred Fuchs generell nicht in einem realistischen Stil gemalt. Lange Zeit definierte er in seinen Arbeiten Landschaft in Zusammenhang mit technischen Systemen und thematisierte Stoffkreisläufe, in die der Mensch zerstörend eingegriffen hat. Der Künstler, der auch eine Ingenieurausbildung genoss, widmete sich in vielen Zeichnungen und Papierarbeiten sozialkritisch dem Erhalt bzw. einer Wiedergewinnung des natürlichen Lebensraumes für Mensch und Tier, denn der Mensch hat vieles unwiederbringlich vernichtet. Manfred Fuchs erdachte somit Nutzungsvisionen für neue Pflanzenarten, die symbolisch für neue Ressourcen standen. Er steigerte ein Spektrum an Möglichkeiten zukünftiger Realität ins absurde und inszenierte auf seinen Bildern Lösungsversuche, wie dem Dilemma der Umweltzerstörung zu begegnen sei. In den neuen Arbeiten spart der Künstler den menschlichen Eingriff aus. Allein die Liebe zur Natur rückt in den Fokus. Die Tiefen der
unberührten Seen in der Uckermark bergen etwas Geheimnisvolles, das den Maler fasziniert.

ART at Berlin - courtesy Galerie Mutare - Achim MoggeAchim Mogge, Teufelsberg, Eitempera, 120 x 180 cm

Im Undercover Showroom der Galerie werden Arbeiten von Achim Mogge ausgestellt. Er möchte mit seinen Bildern den Betrachter zu neuen Sichtweisen auf die Spuren der Industriekultur hinführen. Diese Spuren bestehen einerseits in der Ästhetik der technischen Konstruktionen anderseits in den Spuren die die Menschen durch ihre alltägliche Arbeit erzeugt oder hinterlassen haben. Das Massive kontrastiert mit dem Filigranen. Die Produktionsanlagen erhalten durch die Oxidation samtige rostige Oberflächen, die abstrakten Bildern gleichen. Um die Transformation sichtbar zu machen, verwendet er mittelalterliche Eitempera, sowie teilweise selbst hergestellte Pigmente aus Vulkanerden und dem Rost der dargestellten Objekten. Mogge haucht mit Präzision neues Leben auf der Leinwand ein. Sein Wirken vereint künstlerischen Blick und technische Finesse.

Lichtobjekte von Hans Hoge ergänzen auch die Ausstellung im Undercover Showroom.

Hans Hoge, geboren 1968 in Dresden, wuchs auf der Insel Rügen auf. Von 1988 bis 1991 studierte er Physik an der Universität in Halle an der Saale, von 1994 bis 1999 Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er Meisterschüler von Tony Cragg war. Von 2000 bis 2006 lebte Hoge als freischaffender Künstler in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt), danach in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), wo ihn der von Cragg initiierte „Skulpturenpark Waldfrieden“ anzog. Seit 2023 ist er in Putbus auf Rügen tätig. Hoges Werke sind seit 2002 auf deutschen Ausstellungen zu sehen. 2019 nahm er am Festival de Esculturas in Rio de Janeiro teil.

Manfred Fuchs, geboren1961 in Kassel, absolvierte nach seiner Schulzeit zunächst ein Studium an der TU Berlin, welches er als Dipl.-Ing. für Umwelttechnik abschloss. Parallel studierte er Bildende Kunst an der HDK in Berlin unter der Leitung von K. Oppermann und W. Stöhrer und schloss dieses Studium 1993 als Meisterschüler ab. Im Jahr 1993 erhielt er den Förderpreis der Darmstädter Sezession. Manfred Fuchs Werke wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Seine Arbeiten waren bereits auf Messen, wie z.B. der Art Cologne, der Art Zürich und Art Frankfurt präsent.

Achim Mogge, geboren 1954 in Hannover, absolvierte zunächst ein Studium der BWL an der Universität Münster, es folgte eine berufliche Tätigkeit bei Banken, seit 1984 in Berlin. Er unternahm seit den 1970er Jahren Studienreisen durch Europa, USA, Mexiko und Afrika. 1988-1989 studierte er an der Lessing Hochschule Kunstgeschichte/Architektur, 2012 absolvierte er einen Zertifizierungskurs Mal- und Materialtechnik für bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin, 2012-2016 folgte eine Ausbildung zur Malerei durch Prof. Angelika Margull. Seine Werke wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt.

Vernissage: Freitag 13. Oktober 2023, 17.00 – 20.00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag 13. Oktober 2023 bis Mittwoch, 25. November 2023

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Bildunterschrift Titel: Hans Hoge, courtesy of Galerie Mutare

Ausstellung Hans Hoge + Manfred Fuchs + Achim Mogge  – Galerie Mutare | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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