post-title Ferdinand Penker | Daniel Marzona | 03.03.-21.04.2018

Ferdinand Penker | Daniel Marzona | 03.03.-21.04.2018

Ferdinand Penker | Daniel Marzona | 03.03.-21.04.2018

Ferdinand Penker | Daniel Marzona | 03.03.-21.04.2018

bis 21.04. | #1892ARTatBerlin | Daniel Marzona zeigt ab 3. März 2018 eine Ausstellung des Künstlers Ferdinand Penker.

Daniel Marzona freut sich, eine Einzelausstellung mit Arbeiten von Ferdinand Penker (1950-2014) in den Galerieräumen in der Friedrichstraße anzukündigen.

Ferdinand Penker schuf seit den 1970er Jahren ein OEuvre, das sich unter Einfluss konstruktiver und konkreter Ideen sowie der amerikanischen Farbfeldmalerei und der Minimal Art entwickelte. Entscheidend war die Begegnung mit Josef Albers 1971 in Orange, Connecticut, dessen „Interaction of Color“ ein Jahr zuvor in deutscher Übersetzung erschienen war. Penker verband in seinem Werk Tendenzen amerikanischer und europäischer Kunstströmungen. Seine Arbeit zeichnete sich durch analytische Qualität und Kontinuität aus und nimmt eine singuläre Position innerhalb der österreichischen Malerei ein.

In den 1970er Jahren entstehen ein verbindliches Vokabular und eine Methodik, die innerhalb des Werks vielfältig variiert und zunehmend forciert wurde. Aus der Beschäftigung mit Raum und Architektur wird die Linie Zentrum der künstlerischen Arbeit. Mit der seriellen Wiederholung von Strichen entstehen flächige Ordnungen – abstrakte Kompositionen als formale Resultate der Methode des spezifischen, auf die Linie konzentrierten Farbauftrags.

Diese tendenziell minimalistische, monochrome, radikal entschleunigte Malerei wird in den 1990er Jahren in den Raum erweitert, wobei die autonome Einheit des Bildes aufbricht und die Reichweite der Auseinandersetzung expandiert.

Unsere Ausstellung konzentriert den Blick auf Penkers vielfältige Arbeiten auf Papier aus drei Jahrzehnten, die sowohl die theoretischen Grundlagen seiner künstlerischen Praxis als auch die konzeptionelle Weiterentwicklung seines Werks sichtbar machen. Ein Werk aus den frühen 1980er Jahren, in dem sich Strich für Strich eine einfache Form in einer nüchternen, sich wiederholenden Anordnung auf der gesamten Fläche einer großformatigen Packpapierbahn erstreckt, bezeugt die bedächtige und meditative Arbeitsweise. Struktur und Detail der Arbeit sind in einer unauflösbaren Verschränkung miteinander verwoben und lassen sich nicht voneinander ablösen. Penkers Malerei – auf Papier oder Leinwand – bearbeitet als ihren eigentlichen Gegenstand die Malerei selbst, wobei der Prozess des Machens ebenso wichtig erscheint wie die Untersuchung der unterschiedlichen Modi ihrer Wahrnehmbarkeit.

Eine vielteilige Holzschnitt-Arbeit, die auf der Arbeit „65 Ansichten eines Rechtecks“ (2008) basiert, zeigt auf 24 Einzelblättern, die in für Penker typischen Metallboxen gerahmt sind, ein jeweils leicht in Form und Position verändertes Rechteck, das sich jeweils mehr oder weniger exakt in der unteren Bildmitte befindet. Im Unterschied zu den seriellen, analytischen Verfahren des amerikanischen Minimalismus, scheint Penker die jeweilige minimale Abweichung des folgenden Rechteckes nicht geplant sondern intuitiv erfühlt zu haben. So geht es in dem Werk weniger um die Ausformulierung einer vorab erdachten Systematik als vielmehr um die Erfahrbarmachung der individuellen Variation eines Themas, das gleichsam einer visuellen Partitur im Abschreiten der Einzelblätter im Raum verlebendigt wird. Hier zeigt sich, was grundsätzlich für alle Arbeiten Penkers gilt. Trotz formaler Zurückhaltung und verknapptem Bildvokabular strahlen die leisen und langsamen Arbeiten Penkers eine außergewöhnliche Sinnlichkeit aus.

Ausgewählte Einzelausstellungen: Schloss Wolfsberg (2016), Museum der Wahrnehmung, Graz (2014), Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (2010), Yamanote, Sclater Street Platform, London (2010), 65 Views of a Square, Machiya Bunka Center, Tokyo (2008), NOSPACE, Casa Amarilla, San Jose, Costa Rica (2006), 97-99 Sclater Street, London (2000), Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt (1999), Forum Stadtpark, Graz (1995), Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz (1994), KALA Institute, Berkely (1984), Wiener Secession, Wien (1981)

Vernissage: Samstag, 03. März 2018, 18:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 3. März – Samstag, 21. April, 2018

Zu Daniel Marzona

 

Bildunterschrift: Ferdinand Penker, ohne Titel, 1999

Ausstellung Ferdinand Penker – Daniel Marzona | Contemporary Art – Kunst in Berlin – ART at Berlin

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