post-title El Hadji Sy | Save The Date | Galerie Barbara Thumm | 21.03.–18.04.2026

El Hadji Sy | Save The Date | Galerie Barbara Thumm | 21.03.–18.04.2026

El Hadji Sy | Save The Date | Galerie Barbara Thumm | 21.03.–18.04.2026

El Hadji Sy | Save The Date | Galerie Barbara Thumm | 21.03.–18.04.2026

bis 18.04. | #4994ARTatBerlin | Galerie Barbara Thumm zeigt ab Samstag, 21. März 2026 (Vernissage: 20.03.) die Ausstellung „Save The Date“ des Künstlers El Hadji Sy.

Die Galerie Barbara Thumm präsentiert die zweite Einzelausstellung des senegalesischen Künstlers El Hadji Sy (*1954, Dakar).

Im Zentrum der Ausstellung steht ein facettenreicher Dialog zwischen aktuellen Werken und einer Sammlung historischer Arbeiten aus dem Jahr 1981. Diese Gegenüberstellung ermöglicht ein präzises Verständnis von Sys fortwährender Auseinandersetzung mit Materialität, Körperlichkeit und performativen Strategien, die sein Schaffen seit seinen Anfängen prägen. Gleichzeitig wird die radikale Unabhängigkeit seiner künstlerischen Praxis sichtbar, die sich konsequent außerhalb westlich geprägter Kanons entwickelt hat und bis heute einflussreich ist. Einige der ausgestellten Werke waren zuvor im Museum Weltkulturen zu sehen.

Gleichzeitig ist El Hadji Sy in der Ausstellung „Tirailleurs – From Cannon Fodder to Avant-Garde“ im Haus der Kulturen der Welt (21. März – 14. Juni 2026) vertreten. Diese Gruppenausstellung vereint internationale künstlerische Positionen und untersucht die Geschichte der Kolonialtruppen sowie deren anhaltende kulturelle und politische Nachwirkungen. Sys Beitrag verortet sein Werk im Kontext zeitgenössischer dekolonialer Diskurse und unterstreicht dessen anhaltende Relevanz im globalen kunsthistorischen Kontext.

El Hadji Sy gilt als eine der zentralen Figuren der zeitgenössischen westafrikanischen Kunst. Seit den 1970er Jahren entwickelt er eine Praxis, die Malerei, Performance und institutionelle Kritik vereint. Als Künstler, Kurator und Aktivist spielte er eine Schlüsselrolle beim Aufbau unabhängiger Kunststrukturen im Senegal und positionierte sich bewusst gegen die kulturpolitischen Vorgaben der sogenannten École de Dakar. Sein Werk ist geprägt vom konsequenten Streben nach künstlerischer Autonomie und der kritischen Auseinandersetzung mit postkolonialen Machtverhältnissen.

Ein entscheidender Moment in seiner künstlerischen Entwicklung ist die bewusste Abkehr von traditionellen Maltechniken. Jahrelang malte Sy mit den Füßen – eine radikale Geste, die sowohl als Erweiterung seines künstlerischen Ausdrucks als auch als Widerstand gegen westlich geprägte Kunstvorstellungen verstanden werden kann. Diese performative Dimension ist bis heute in seinem Werk präsent und prägt maßgeblich das Verhältnis von Körper, Material und Malgrund.

Im Zentrum seines Schaffens steht die Malerei, deren klassische Grenzen er beständig erweitert. Seit den 1980er-Jahren verwendet er häufig Jutesäcke, Industriematerialien oder recycelte Malgründe, die er mit Öl, Acryl, Teer oder Wachs bearbeitet. Die so entstandenen Werke zeichnen sich durch eine rohe, haptische Qualität aus und verweisen gleichzeitig auf globale Warenströme und wirtschaftliche Beziehungen. Seine Bildsprache ist geprägt von gestischen Linien, fragmentierten Figuren und symbolischen Dichten und bewegt sich zwischen Abstraktion und Figuration.

Zu den wichtigsten internationalen Ausstellungen von El Hadji Sy zählen die documenta 14 (2017) in Kassel und Athen, die Dak’Art Biennale (verschiedene Ausgaben), seine Einzelausstellung im Weltkulturen Museum (2010) in Frankfurt am Main sowie seine Teilnahme an der Gruppenausstellung „Ich, ich selbst, ich tanze auch. Sommer-Traum – Vorspiel zu Hannah Arendt“ (2024) in der Kestner Gesellschaft. Diese Präsentationen haben maßgeblich zur internationalen Sichtbarkeit seines Werks beigetragen und seine Position im globalen Diskurs der zeitgenössischen Kunst gefestigt.

Vernissage: Freitag, 20. März 2026, 18:00 – 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 21. März – Samstag, 18. April 2026

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Bildunterschrift: El Hadji Sy, Save the date, Courtesy of the artist and Galerie Barbara Thumm, Berlin Art Week, Logo, 2026

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