post-title Bianca Regl + Sofie Bird Møller | FORMS OF INNOCENCE | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 22.03.-20.04.2019

Bianca Regl + Sofie Bird Møller | FORMS OF INNOCENCE | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 22.03.-20.04.2019

Bianca Regl + Sofie Bird Møller | FORMS OF INNOCENCE | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 22.03.-20.04.2019

Bianca Regl + Sofie Bird Møller | FORMS OF INNOCENCE | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 22.03.-20.04.2019

bis 20.04. | #2389ARTatBerlin | ALEXANDER OCHS PRIVATE präsentiert ab 22. März 2019 die Ausstellung FORMS OF INNOCENCE mit Werken von Bianca Regl und Sofie Bird Møller.

Die Autorin Amy Sillman zitiert in ihrem Artikel ‚On Color‘ den Philosophen Walter Benjamin mit ‚color is a powerful form of innocence that can subvert the logic of capitalism‘.
Die Idee zu unserer Ausstellung folgt einer Initiative der in Peking lebenden, österreichischen Künstlerin Bianca Regl, die dort seit vielen Jahren ein großes Atelier betreibt, in dem sie mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungsprojekte konzipiert. Auch Regl musste, wie viele andere, ihr Atelier schon zweimal augenblicklich räumen, greift hier doch die Logik eines ungezügelten globalisierten Kapitalismus, die Logik des Marktes: wo Immobilien gebaut werden, ist kein Platz für die Kunst.

ART-at-Berlin---ALEXANDER-OCHS-PRIVATE---Bianca-Regl-2019
Bianca Regl, Innocent Forms (Tulips) / Azure, 2019, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm

ART-at-Berlin---ALEXANDER-OCHS-PRIVATE---Bianca-Regl-in-ihrer-Wiener-Wohnung
Bianca Regl in ihrer Wiener Wohnung.

Die Künstlerin malt Bilder von Tulpen und prüft so die Frage, ob die ‚Farbe‘ wirklich eine mächtige Form von Unschuld darstellt, ob sie den Kapitalismus untergraben kann. Die Tulpenbilder von Regl rekurrieren sich aus der Kunstgeschichte wie auch aus der Geschichte des Kapitalismus. Im ‚Goldenen Zeitalter‘ der Kunst, im 17. Jahrhundert, wurden Tulpenzwiebeln in den Niederlanden zum Spekulationsobjekt und lösten 1637 den ersten Börsencrash aus. Zur gleichen Zeit entstand die niederländische Tulpenmalerei. Künstler malten Tulpen, auch sie spekulierten mit Tulpenzwiebeln, manch einer ging pleite daran.

Konnte und kann, um bei Walter Benjamin zu bleiben, die ‚Farbe‘ hier tatsächlich etwas ändern? Zumindest hat die Kunst überlebt und noch immer werden Bilder von Tulpen gemalt. Wie die von Regl, die der Künstlerin die Möglichkeit geben, sich nicht mehr mit Narration und Inhalt beschäftigen zu müssen, denn alle Tulpen sind ja schon gemalt. So gibt ihr dieses Motiv die Chance sich ganz allein auf die Farbe und die Malerei zu konzentrieren und hier weiter zu forschen.

ART-at-Berlin---ALEXANDER-OCHS-PRIVATE---Sofie-Bird-Moeller
Sofie Bird Møller, o. T. (aus der Serie ‚Erweiterte Monotypie‘),
2018/19, Acryl auf Photo  auf Alu-Dibond,  83 x 58 cm

ART-at-Berlin---ALEXANDER-OCHS-PRIVATE---Sofie-Bird-Moeller-in-ihrem-Kreuzberger-Atelier
Sofie Bid Mølller in ihrem Kreuzberger Atelier.

Auch die dänische Künstlerin Sofie Bird Møller führt in ihrer Arbeit die Auseinandersetzung zwischen ‚Farbe und Markt‘, greift sie doch auf schon vorhandenen Bildträger zurück. In der Regel nutzt sie hochglänzende Zeitschriftenfotos z. B. glamourös inszenierter Frauen oder Automobile. Auch verwendet sie Werbeplakate und Prospekte und während sie diese industriell gedruckten Motive in der Vergangenheit übermalte, stellt sie nun eine neue Form von Bildproduktion vor. Neben der Vorlage malt sie ein eigenes, oft aus übereinander gesetzten Farbflächen gestaltetes Bild und transferiert dieses nach einem ausgeklügeltem Verfahren auf den vorhandenen Bildträger. Aufgetragen auf das erwähnte Industrieprodukt beweist die Farbe hier tatsächlich ihre Unschuld in der Subversion.

ART-at-Berlin---ALEXANDER-OCHS-PRIVATE--Bianca-Regl-vor-dem-Plakat-zu-BLACKBRIDGE-OFF
Bianca Regl vor dem Plakat zu BLACKBRIDGE OFF.

Im Rahmen unserer Ausstellung wird Bianca Regl gemeinsam mit der Wiener Künstlerin Anna Hofbauer am 23. März 2019 ihr gemeinsames Pekinger Kooperationsprojekt BLACKBRIDGE OFF vorstellen. Das Gespräch wird von dem in Berlin, Wien und Peking lebenden und arbeitenden Künstler Frederik Foert moderiert. Um Anmeldung wird gebeten (siehe unten).

Die Künstlerinnen sind zur Vernissage am 21. März 2019 anwesend.

Vernissage: Donnerstag, 21. März 2019, 19:00 – 21:00 Uhr. Die Künstlerinnen sind zur Vernissage anwesend.
Um Anmeldung zur Vernissage und auch zum Artist Talk wird bis zum 19. März 2019 gebeten unter sekretariat@alexanderochs-private.com oder unter +49 (0)30 – 4508 6878.

Ausstellungsdaten: Freitag, 22. März 2019 – Samstag, 20. April 2019 

Artist Talk: Samstag, 23. März 2019, 15:30 Uhr, Bianca Regl und Anna Hofbauer im Gespräch, moderiert von Frederic Foert. Um Anmeldung wird gebeten (siehe Vernissage)

Zu Alexander Ochs Private

 

Bildunterschrift Titelbild: Sofie Bird Møller, o. T. (aus der Serie ‚Erweiterte Monotypie‘), 2018/19, Acryl auf Photo  auf Alu-Dibond,  83 x 58 cm

Ausstellung Bianca Regl + Sofie Bird Møller – ALEXANDER OCHS PRIVATE | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

 

 

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