post-title 48 STUNDEN NEUKÖLLN – Das Kunstfestival | SATT | 24.06.-26.06.2016

48 STUNDEN NEUKÖLLN – Das Kunstfestival | SATT | 24.06.-26.06.2016

48 STUNDEN NEUKÖLLN – Das Kunstfestival | SATT | 24.06.-26.06.2016

48 STUNDEN NEUKÖLLN – Das Kunstfestival | SATT | 24.06.-26.06.2016

Die 18. Ausgabe des Kunstfestivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN findet vom 24. bis 26. Juni statt. Mehr als 1.200 Künstler*innen präsentieren an über 200 Orten in Neukölln ihre Gedanken zum Festivalthema „SATT“. Darüber hinaus nehmen in diesem Jahr nahezu 100 Ateliers und Projekträume am Festival teil. Junge und aufstrebende Künstler*innen erhalten in Berlins größtem freien Kunstfestival eine laborartige Plattform, um sich in der Öffentlichkeit auszuprobieren und zu präsentieren.

Jahresthema 2016: SATT
SATT zu sein, ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Das Wort beschreibt den wünschenswerten, aber fragilen Moment zwischen Mangel und Hunger auf der einen und Überangebot und Überdruss auf der anderen Seite. In unserem konsumgesteuerten Alltag scheint dieses positive Gleichgewicht meistens zu fehlen: Wir sind übersättigt und hungrig zugleich. Ausgehend von „SATT“ und davon abgeleiteten Begriffen wie „Hunger“, „Überfluss“ oder „Übersättigung“ haben sich die am Festival teilnehmenden Künstler*innen mit ästhetischen, ethischen, politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandergesetzt. Verhindert unsere Übersättigung wichtige gesellschaftliche Entwicklungsschritte? Kann Kunst wieder hungrig machen auf etwas Neues?

Internationale Vernetzung
Stärker als in den vergangenen Jahren hat sich das Festival international vernetzt: Die litauische Tanzkompagnie Aura aus Kaunas tritt zur Festivaleröffnung im Neuköllner Körnerpark auf, das südkoreanische Kim Whan Ki International Art Festival gestaltet einen Teil der zentralen Ausstellung und Vertreter des Trekantfestes aus Dänemark reisen zum Erfahrungsaustausch an. Führungen durch das Festivalgebiet bieten Einblicke in die Kieze und in Kunst- und Kulturorte – auch in englischer und spanischer Sprache.

Schwerpunkt Klang- und Medienkunst
Einen Schwerpunkt im diesjährigen Festivalprogramm bilden Projekte aus dem Bereich Klang- und Medienkunst. So untersuchen Studierende des UdK-Masterstudiengangs Sound Studies in ihrer Klangkunstausstellung „Limit“ die Grenze zwischen Sättigung und Zuviel-Haben (Haus der Bildung, Boddinstr. 34). Antti Pussinen hat einen Laser schießenden Killer-Roboter entwickelt (Hi-ReS! Berlin, Ganghoferstr. 10). Thomas Sehers Installation „Börsenorchestrion“ übersetzt als selbstständig musizierende Maschine aktuelle Börsenzahlen live in Klänge (Kutschen Schöne, Richardplatz 18). Und Avi Bohbot zelebriert mit „Mediterranean Frequencies“ die kulturellen Einflüsse des Mittelmeers: Seine ortsbasierte Radioinstallation bringt Musik aus dem Nahen Osten und dem Maghreb in die Straßen von Neukölln. Das Radio Kiez.FM sendet erneut ein 48-stündiges Programm aus Berichten, Interviews und künstlerischen Beiträgen.

Die zentrale Ausstellung
Die künstlerischen Arbeiten der zentralen Ausstellung im Vollgutlager (Rollbergstr. 26) dekonstruieren das Festivalthema. So haben Nezaket Ekici und Shahar Marcus für ihre Videoperformance „Salt Dinner“ im Toten Meer treibend ein ermüdendes Mahl eingenommen, bei dem die körperliche Anstrengung und die übermäßige Salzaufnahme ihnen gleichermaßen zusetzt. Zofia Nierodzinska erzählt in ihrem Film „Sezon“ die Geschichten von Ewa und Renata, die als Saisonarbeiterinnen auf einem Spargelhof bei Berlin arbeiteten. Und die Salaam-Schalom Initiative bringt auf unterschiedliche Weise Hunger zum Ausdruck: Hunger auf Leben, auf Essen, auf Bildung, auf Frieden – und darauf, als Mensch ohne den Stempel der Andersartigkeit respektiert und akzeptiert zu werden.

Die Welle
David Lichtenauer installiert seine riesige, hölzerne Skulptur „Die Welle“ auf einem Parkdeck in der Ganghoferstraße (Ganghoferstr. 10). Das organisch fließende Objekt wird zur Versammlungsstätte – zur Bühne für Performances, zur Half Pipe oder zum Freiluftkino.

JUNGE KUNST NK. Schlaraffenland
Das junge Kunstfestival der 48 STUNDEN NEUKÖLLN findet zum dritten Mal als Festival im Festival statt, diesmal unter dem Thema „Schlaraffenland“. In über 50 Veranstaltungen zeigt das in dieser Form weltweit einmalige junge Kunstfestival die ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens von Kindern und Jugendlichen in Neukölln und bietet ein vielfältiges Angebot für Familien und junge Festivalbesucher*innen.

Gefördert durch das Bezirksamt Neukölln, Abteilung Jugend, STADT UND LAND und die Neukölln Arcaden

Musikschiff. Hungry Beats
Die „Spreeprinzessin“ befährt am Wochenende unter dem Thema „Hungry Beats“ den Landwehrkanal. Sechs aktuelle Berliner Bands und Künstler*innen laden zu jeweils zweimal 45 Minuten Live-Konzert bei einzigartiger Akustik auf dem Wasser ein. Am Samstag spielen Montag Mania aus Schweden (gitarrenbetonte Popmusik mit aktuellen Einflüssen aus Afro, Electro und tropischem Sound), die deutsch-französische All-Girls-Band Laisse Moi aus Neukölln und der Kanadier Stephen Paul Taylor mit seinem spaßgeladenen Synthiepop mit 80s-Einflüssen. Am Sonntag lädt der aus Rumänien stammende Komponist Mischa Blanos zu neoklassischen Klavierklängen ein, gefolgt vom dänischen Singer-Songwriter Flemming Borby an der Gitarre und der Berlinerin Barbara Morgenstern.

Eine Kooperation mit der Reederei Riedel, BIMM (British Irish Modern Music Institute) und noisy Store, gefördert von der Musicboard Berlin GmbH

Eröffnungszeremonien am 24.6.2016

11 Uhr: Eröffnung von JUNGE KUNST NK
durch Falko Liecke, Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit in Neukölln

Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe (Mittelweg 30, 12053 Berlin)

19 Uhr: Eröffnung der 48 STUNDEN NEUKÖLLN
durch Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Neukölln und Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport in Neukölln

Galerie im Körnerpark (Schierker Str. 8, 12051 Berlin)

21 Uhr: Eröffnung der zentralen Ausstellung

Vollgutlager (Rollbergstr. 26, 12053 Berlin)

48 STUNDEN NEUKÖLLN ist ein Forum für künstlerische Projekte aller Sparten der Berliner Kunstszene. Das Festival präsentiert und fördert Kunst, die einen Beitrag zur Diskussion aktueller gesellschaftlicher Themen leistet und diese reflektiert. Seit der Gründung 1999 hat sich 48 STUNDEN NEUKÖLLN mit seinem Vorbildcharakter als Berlins größtes freies Kunstfestival etabliert. Die hier entstandenen künstlerischen Arbeiten wirken als Impulse weit über Berlin-Neukölln hinaus, beziehen Stellung zu gesamtgesellschaftlichen Fragen und fördern einen nachhaltigen Austausch mit der internationalen Kunstszene. 48 STUNDEN NEUKÖLLN wurde 2015 mit dem EFFE Label 2015-2016 (Europe for Festivals, Festivals for Europe) als eines von „Europe’s finest festivals“ ausgezeichnet.

48 STUNDEN NEUKÖLLN wird organisiert und koordiniert vom Kulturnetzwerk Neukölln e.V.

Festivalleitung: Dr. Martin Steffens, Thorsten Schlenger

www.48-stunden-neukoelln.de

Unterstützt vom Bezirksamt Neukölln, STADT UND LAND, BIWAQ und [Aktion! Karl-Marx-Straße]

Weitere Stiftungen, Partner und Sponsoren tragen dazu bei, dass sich Neukölln mit seinem Kunstfestival alljährlich von seiner besten Seite präsentieren kann.

Bildunterschrift: Grafik thomaslehner.com, Foto: Andy King

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