Im frühen 20. Jahrhundert befand sich Europa in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Wandel. Künstlerische Avantgarden suchten nach neuen Ausdrucksformen, um auf die Umbrüche ihrer Zeit zu reagieren und traditionelle Vorstellungen von Kunst zu überwinden. In diesem Spannungsfeld entstand eine der einflussreichsten Bewegungen der Moderne: der Blaue Reiter. Die Ausstellung im Lenbachhaus in München, die vom 10. März bis zum 5. September 2026 zu sehen ist, widmet sich dieser wegweisenden Künstlergemeinschaft und ihren visionären Ideen.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem …
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Abb. oben: Alexej von Jawlensky, Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff, 1909, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich
