Die Ausstellung QUEERE KUNST IN DER DDR? sowie das begleitende Vermittlungsprogramm widmen sich queeren künstlerischen Positionen aus der DDR von 28. März bis 28. Juni. Im Mittelpunkt stehen die vielschichtigen Lebenswege von neun Künstler:innen und ihre Werke – darunter Malerei, Skulptur, Keramik und Fotografie. Anhand dieser Biografien wird sichtbar, wie unterschiedlich die Kunstschaffenden auf die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Zeit reagierten und welche Rolle ihre sexuelle Orientierung für künstlerische Praxis und berufliche Entwicklung spielte.
Trotz einer schrittweisen Entkriminalisierung blieb Homosexualität in der DDR gesellschaftlich wie politisch stark tabuisiert. Auch nach dem Mauerfall verbesserte sich die Situation für queere Künstler:innen nur bedingt; viele Positionen aus der DDR gerieten vielmehr in Vergessenheit. Während das Interesse an Kunst und Kultur der DDR heute ebenso wächst wie die Aufmerksamkeit für queere Lebensrealitäten, ist die Verschränkung beider Perspektiven – queere Biografien und künstlerische Ausdrucksformen innerhalb der kommunistischen Diktatur – bislang kaum erforscht.
Der Begriff „queer“ wird in der Ausstellung bewusst in …
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Abb oben: Andreas Fux, Berlin, 1985, Fotografie, Courtesy: Andreas Fux & KVOST, Berlin
