Im Zentrum der Ausstellung steht die Rekonstruktion der von Franz Erhard Walther für 1965 geplanten, jedoch nie realisierten Einzelausstellung GELB YELLOW JAUNE. In acht Räumen der damaligen Galerie Junge Kunst Fulda sollten acht gelbe Arbeiten Walthers gezeigt werden: sechs Handlungsstücke, darunter Variationen der Elemente des 1. Werksatzes sowie zwei große raumbezogene Werke, welche Aspekte seiner späteren Raumarbeiten der siebziger Jahre vorwegnehmen. Während die farbliche Einheitlichkeit der Arbeiten als Hommage an Yves Klein einen klaren Bezug zu der zeitgenössischen Kunst jener Zeit erkennen lässt, liegt die Radikalität des Projekts in den Handlungs- und Raumbezügen der Werke.
Die mit Arbeiten von 1963/64 konzipierte Ausstellung verdeutlicht einen Moment der künstlerischen Entwicklung Walthers, in dem er die wichtigsten Entscheidungen seiner Werkgeschichte treffen musste. Das Bewusstsein, mit der im März 1963 begonnenen Nähung der Arbeiten und dem Gedanken der Handlung durch die Betrachter einen gänzlich neuen Ansatz gefunden zu haben, trifft auf zahlreiche noch ungeklärte Fragen und Auseinandersetzungen mit der ihn an seinem Studienort Düsseldorf und dem Rheinland umgebenen Kunstszene.
In seinen Tagebucheinträgen dieser Zeit, von denen einige in der VILLA zu entdecken sind, wird deutlich, wie herausfordernd es war, die zentralen Gedanken seiner Werkidee zu bestimmen ohne die Radikalität seines Ansatzes durch Variationen einer …
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Abb. oben: Franz Erhard Walther, Aktivierung der „Roten Scheibe“ // Activation of the „Roten Scheibe“, Düsseldorf, 1965 © Archiv Franz Erhard Walther Foundation // Franz Erhard Walther Foundation Archives, Foto // photo: Reiner Ruthenbeck.
