Im Zentrum dieser Ausstellung steht das Werk des jüdischen Künstlers Benyamin Reich. Die Ausstellung findet vom 19. Februar bis 03. April 2026 statt und präsentiert mit dem „Talmudvorhang“ (Parochet) eine vielschichtige Installation, die jüdische, christliche und hellenistisch-klassische Traditionen miteinander in Dialog setzt. Reich verbindet in seiner künstlerischen Arbeit Fotografie, Text und religiöse Symbolik zu einer dichten Bildsprache, in der sich Fragen nach Heiligkeit und Profanität, Körperlichkeit und Transzendenz entfalten. Seine Werke eröffnen einen interreligiösen und zeitgenössischen Diskursraum, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt.
Im Zentrum der Ausstellung des jüdischen Künstlers Benyamin Reich steht eine große Installation: der Talmudvorhang (hebräisch: »Parochet«). Während der Passionszeit verhüllt er den Altar von St. Matthäus.
In seiner diskursiven Struktur laufen Bild und Text, Schrift und Bildlichkeit, ineinander – gleich einem Text, der in die Welt kommt und Fragen aufwirft. Das Gewebe aus talmudischen Texten, kabbalistischen Symbolen und Bildern des Künstlers erinnert dabei an den feingestickten Vorhang des Jerusalemer Tempels sowie die Vorhänge aller späteren Synagogen, die nach rabbinischem Verständnis auf einen metaphysischen Vorhang im Himmel zurückgehen. Zugleich erinnert er an …
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Abb. oben: Foto: Benyamin Reich
