post-title Zilla Leutenegger | Plein Soleil | Galerie Judin | 14.02.-11.04.2026

Zilla Leutenegger | Plein Soleil | Galerie Judin | 14.02.-11.04.2026

Zilla Leutenegger | Plein Soleil | Galerie Judin | 14.02.-11.04.2026

Zilla Leutenegger | Plein Soleil | Galerie Judin | 14.02.-11.04.2026

bis 11.04. | #4920ARTatBerlin | Galerie Judin zeigt ab 14. Februar 2026 (Vernissage: 13.02.) die Ausstellung Plein Soleil der Künstlerin Zilla Leutenegger.

Die Galerie Judin präsentiert Plein Soleil, Zilla Leuteneggers erste Einzelausstellung in der Galerie.

Die Künstlerin nutzt die lichtdurchflutete Architektur des Hauptausstellungsraums, der einst als Druckhalle für die Zeitung Tagesspiegel erbaut wurde, und vereint Installationen, Videoprojektionen und Monotypien, wodurch sie den Raum in eine Abfolge experimenteller Umgebungen verwandelt.

Die Ausstellung entfaltet sich als psychologische und räumliche Reise durch das Leben des Alter Egos Z der Künstlerin, wobei Licht als zentrales thematisches und formales Element im Mittelpunkt steht, nicht nur konzeptionell, sondern auch architektonisch, da die markanten Oberlichter die Wahrnehmung des Raumes entscheidend prägen.

Das Psychogramm, das Leutenegger mit ihrer Installation zeichnet, stellt die Dialektik von Licht und Schatten in den Vordergrund. Anstatt ihr Alter Ego als vollständig artikuliertes Subjekt – die metaphorische Lichtquelle – zu präsentieren, offenbart die Künstlerin dessen Spuren: die Schatten, die ein Leben wirft, seine Gesten und Stimmungen. Die abwesende Figur wird durch Fragmente und Eindrücke angedeutet, und wir, die Betrachter, sind eingeladen, am Prozess der Bedeutungsfindung teilzunehmen. Im Laufe dieses Ratespiels werden die eigenen Projektionen und Assoziationen der Zuschauer somit Teil des Werks und erweitern das Feld der Schatten.

Tauchen wir also ein in diese Begegnung. Wie enge Freunde oder Familienmitglieder betreten wir das „Zuhause“ der Figur durch die Waschküche, einen Übergangsraum und intimen Ort, der uns in den häuslichen Kosmos der Protagonistin einführt. Wir umgehen weiße Hosen, die auf einer Wäscheleine hängen und den Körper der abwesenden Figur heraufbeschwören, während sie dessen Konturen nachzeichnen. In der gesamten Installation entfalten sich poetische Momente der Ablenkung und Konzentration, des Lebensgenusses und der Ausdauer. Ein Tonfall fröhlicher Melancholie durchzieht die Ausstellung und wirkt fast wie eine akustische Unterströmung. Monotypien – einzigartige Drucke, die aus spiegelverkehrt bemalten Schablonen hergestellt werden – umreißen Innenräume und dienen als Kontrapunkt zur Außenwelt, die in erster Linie durch das einfallende Licht und das daraus resultierende Schattenspiel definiert ist.

Wie in Leutenggers Gesamtwerk fesseln alle Arbeiten den Betrachter mit Leutenggers präzisen und doch scheinbar mühelosen Linien. Diese Linienführung artikuliert eine Poesie des Alltäglichen, des Kleinen und Zufälligen: warmes Morgenlicht, das durch Jalousien fällt, Schatten an den Wänden belebt und zum Tanzen bringt. Flüchtige Momente werden von der Künstlerin in dauerhafte Formen verwandelt. Genau wie die Vorhänge im Zwischengeschoss, die unaufhörlich im Wind flattern, und Kerzenflammen, die auf unmerkliche Luftströmungen reagieren.

Das Finale des Parcours im zweiten Raum bietet eine eher ambivalente Begegnung. In einer Projektion erscheint die Figur Z als Silhouette, die auf einem hohen Sprungbrett sitzt und die Beine frei baumeln lässt. Das Bild oszilliert zwischen Anspannung und Gelassenheit, Zögern und Verspieltheit. Auch hier kommt das zentrale Anliegen der Ausstellung zum Ausdruck: Mehrdeutigkeit tritt am deutlichsten im Reich der Schatten zutage, wo die Bedeutung vorläufig bleibt und dem Betrachter offensteht.

Wie in Leuteneggers Gesamtwerk faszinieren alle Arbeiten den Betrachter durch Leuteneggers präzise und doch scheinbar mühelose Linienführung. Diese Linienführung artikuliert eine Poesie des Alltäglichen, des Kleinen und Zufälligen: warmes Morgenlicht, das durch Jalousien fällt, Schatten an den Wänden belebt und zum Tanzen bringt. Flüchtige Momente werden vom Künstler in dauerhafte Formen verwandelt. Genau wie die Vorhänge im Zwischengeschoss, die unaufhörlich im Wind flattern, und Kerzenflammen, die auf unmerkliche Luftströmungen reagieren.

Zilla Leutenegger wurde 1968 in Zürich geboren und gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen der Schweiz. Ihr Schaffen zeichnet sich durch die konsequente Weigerung aus, sich auf ein einziges Medium festzulegen, wobei sie stets die Zeichnung – insbesondere ihre unverwechselbare, lebendige Linie – als zentrales Ausdrucksmittel in den Vordergrund stellt. Seit über drei Jahrzehnten werden Leuteneggers Werke international in Institutionen wie der Pinakothek der Moderne in München, dem Museum Franz Gertsch in Burgdorf, dem Kunsthaus Zürich, dem Museum der Moderne in Salzburg, dem Palais Populaire der Deutschen Bank in Berlin und der Osage Art Foundation in Hongkong ausgestellt. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Zürich und Graubünden.

Vernissage: Freitag,13. Februar 2026 von 18:00 bis 20:00

Ausstellungsdaten: Samstag, 14. Februar 2026 – Samstag, 11. April 2026

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Bildunterschrift Titel: Zilla Leutenegger, Bilg Sleep, 2025 Photo Sebastian Schaub

Ausstellung Zilla Leutenegger – Galerie Judin | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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