bis 21.03. | #4937ARTatBerlin | Galerie feinart berlin zeigt ab Freitag, 20. Februar 2026 die Ausstellung „VOYAGE COLLAGE II“ mit Samira Freitag, Jürgen Tenz (1942–2021), Maud Tutsche, ARATORA und Christiane Kowalewsky.
Mit „VOYAGE COLLAGE II“ präsentiert die Galerie feinart berlin die zweite Edition einer Ausstellungsreihe, die sich dem Medium der Collage als eigenständiger, zeitgenössischer Kunstform widmet. Fünf künstlerische Positionen eröffnen ein breites Spektrum an Collagetechniken und verdeutlichen, wie eng formale Entscheidungen mit inhaltlichen Fragestellungen verwoben sind.
ARATORA, Café Slavia, Egon Erwin Kisch war hier, Prag, 2025,
Holztypendruck mit Collage und Zusatzelementen, 30 × 30 cm, Auflage 3.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert steht die Collage für das Spiel mit dem Fragment, für das Zusammenführen artfremder Materialien und für den bewussten Bruch mit Konventionen. Aus beschädigten, unterschätzten oder übersehenen Elementen entstehen hybride Bildsprachen, die zwischen Poesie, Provokation und Ironie oszillieren. In ihrem dekonstruktiven Charakter birgt die Collage zugleich ein gesellschaftskritisches Potential gegenüber Konsum-, Kapital- und Medienlogiken.
Jürgen Tenz, Bezwungen, 1995, Relief-Collage, 35 × 30 cm
Drei Positionen der Ausstellung – Samira Freitag, Maud Tutsche und Jürgen Tenz (1942–2021) – begegnen sich in der Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper und erotischer Bildsprache. ARATORA (alias Frank W. Weber) sowie Christiane Kowalewsky erweitern diesen thematischen Fokus um Aspekte von Genuss, Lebensstil und kultureller Referenz.
Samira Freitag, Farbige Häutung, 2016, Radierung, Papier collé auf Bütten, Unikat, 78 × 53 cm
Samira Freitag zeigt Collagebücher aus ihrer seit 2015 entstehenden Serie Strip-Tease sowie Mixed-Media-Arbeiten zu Körper und Emanzipation. Jürgen Tenz’ Werk reicht von fein ausgearbeiteten Federzeichnungen der 1970er Jahre bis zu farbintensiven Relief-Collagen der 1990er. Maud Tutsche verbindet Collage und Monotypie zu Bildräumen zwischen Intimität und Abstraktion.
Maud Tutsche, Schönheit 2, 2017, Collage, 29,3 × 19 cm
ARATORA entwickelt digitale Collagen auf Grundlage eines eigens konzipierten Fünffarb-Laserdruckverfahrens, während Christiane Kowalewsky kunst- und wissenschaftshistorische Zitate zu surreal anmutenden Gesamtkompositionen verdichtet.
Christiane Kowalewsky, Sonntagsspaziergang [Album Miracles & Memories], 2025,
Handcut Collage auf Cardboard, 29,9 × 21,1 cm.
Vernissage: Freitag, 20. Februar 2026, 18:00–21:00 Uhr,19:00 Uhr offizielles Grußwort
Ausstellungsdaten: Freitag, 20. Februar – Samstag, 21. März 2026
Finissage: Samstag, 21. März 2026, 18:00–21:00 Uhr
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Bildunterschrift Titelbild: Jürgen Tenz, Bezwungen, 1995, Relief-Collage, 35 × 30 cm.
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