post-title Ryszard Wasko | Who’s Afraid of Color? (Positive vs. Negative) | ŻAK | BRANICKA | 29.10.2016–14.01.2017

Ryszard Wasko | Who’s Afraid of Color? (Positive vs. Negative) | ŻAK | BRANICKA | 29.10.2016–14.01.2017

Ryszard Wasko | Who’s Afraid of Color? (Positive vs. Negative) | ŻAK | BRANICKA | 29.10.2016–14.01.2017

Ryszard Wasko | Who’s Afraid of Color? (Positive vs. Negative) | ŻAK | BRANICKA | 29.10.2016–14.01.2017

bis 14.01. | #0854ARTatBerlin | ŻAK | BRANICKA zeigt ab dem 29. Oktober die Ausstellung „Who’s Afraid of Color? (Positive vs. Negative)“ des Künstlers Ryszard Wasko.

Noch in den 1970er Jahren versucht Wasko in analytischen Fotografien herauszufinden, wieso „ein Negativ, das doch Ausgangspunkt und Vorlage für das Positivbild ist, unwichtig zu sein scheint; so als wäre es die Schwäche der Fotografie, weil erst der Abzug (das Positiv) zur „richtigen” Fotografie wird.” Mit seinen Experimenten untersucht er dieses Phänomen und versucht die Bedeutung der Quelle zu revidieren: „es ging mir um eine Gleichberechtigung beider Realitäten”, sagt er. Jahrzehnte später, in den jüngsten Serien wie Timeline (2014) versucht er sogar, nicht existente Negative digitaler Fotografien zu erstellen.
Der rote Faden der Ausstellung ist weiterhin Waskos Verhältnis zur Farbe, das sich im Laufe der Zeit erheblich gewandelt hat. Er erklärt die Furcht vor Farbe unter den Künstlern der Avantgarde der 1970er Jahre: „es herrschte die Regel der „Kargheit”. Obwohl in dieser Zeit die Farbfotografie schon sehr verbreitet war (haupsächlich in Werbung und Touristik), hat die Mehrheit der Künstler Farbe gemieden/vermieden und weiterhin mit Schwarz-Weiß-Fotografie gearbeitet. Wir dachten, dass man auf diese Art und Weise Ideen deutlicher auf den Punkt bringt, dass man Ideen von überflüssiger Dekoration befreit.” Der Mode zum Trotz enteckt er die Farbe später doch für sich; er lässt die Fotografie hinter sich und greift schließlich zum Pinsel. Dieses Statement hatte für ihn eine ähnliche Aussage wie das Verhätnis von Barnett Newman’s Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue (auf welches sich der Ausstellungs-Titel bezieht) zu Kazimir Malewitschs Black Square. Mit seiner Geste der Verweigerung distanziert sich Wasko von der Strenge Konzeptueller Kunst. Letzendlich aber ist diese Geste auch vor allem ein Versuch verschiedenste Medien der Kunst bis zur Grenze ihrer Möglichkeiten zu untersuchen, zu testen und zu erproben; immer und immer wieder – um sie immer wieder neu entdecken zu können.

Vernissage: Freitag, 28. Oktober 2016, 18 bis 21 Uhr (der Künstler wird anwesend sein)

Ausstellungsdaten: Samstag, 29. Oktober 2016 – Samstag, 14. Januar 2017

Zu Zak | Branicka

 

Bildunterschrift: Ryszard Wasko, Timeline No 17, 2014, oil on canvas, 50 x 130 cm

Ausstellung Ryszard Wasko – ŻAK | BRANICKA – Kunst in Berlin ART at Berlin

 

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