post-title Pavel Zeldovich | Repetitive Actions | Hazegallery | 20.01-28.01.2023

Pavel Zeldovich | Repetitive Actions | Hazegallery | 20.01-28.01.2023

Pavel Zeldovich | Repetitive Actions | Hazegallery | 20.01-28.01.2023

Pavel Zeldovich | Repetitive Actions | Hazegallery | 20.01-28.01.2023

bis 28.01. | #3772ARTatBerlin | HazeGallery präsentiert ab 20. Januar 2023 (Vernissage: 20.01.) die Ausstellung “Repetitive Actions” des Künstlers Pavel Zeldovich.

Die Einzelausstellung Repetitive Actions von Pavel Zeldovich wird am 20. Januar 2023 in der HAZEGALLERY in Berlin eröffnet.

Pavel Zeldovich entwickelte dieses Projekt von 2021 bis Anfang 2022 in Moskau, als die russische Invasion in der Ukraine ihn zwang, sein Land zu verlassen und nach Berlin zu ziehen.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine genreübergreifende Serie von Digitaldrucken und Videos des städtischen Alltags. Trotz ihrer offensichtlichen Vielfalt haben die Bilder ein gemeinsames Thema: eine Reihe von sich endlos wiederholenden Handlungen. Die dargestellten Situationen sind keine isolierten Momente im Leben, sondern vielmehr Teile von sich endlos wiederholenden Zyklen – Tag für Tag, Jahr für Jahr, Generation für Generation… Der Gang zum Supermarkt, das Nachhausekommen von der Arbeit, das morgendliche Zähneputzen, das Rauchen auf dem Balkon, das Surfen in sozialen Netzwerken am Telefon – die meisten dieser Dinge tun Menschen ständig und kontinuierlich. Repetitive Actions erforscht die Idee der verborgenen Kraft der „langweiligen“; täglichen Routine. Die auf den Bildern dargestellten Handlungen selbst sind unauffällig und trivial. Doch wenn Triviales überall und ununterbrochen wiederholt wird, erlangt es eine enorme Macht über unser Leben. Das vielleicht bemerkenswerteste Werk des Projekts, School Class, eine Anspielung auf Schulgruppenfotos, ist aus Sicht des Autors eine Verkörperung dieses Phänomens der sich wiederholenden Handlung. Ähnliche Fotos bewahrt fast jeder Mensch auf unserem Planeten zu Hause auf. Trotz wechselnder Generationen von Lehrern und Schülern bleibt die strenge, fast totalitäre Struktur des Schullebens unverändert.

Das Projekt hat noch eine andere Dimension: die historische oder, man könnte sagen, die nationale. Die in Russland entstandenen Werke von Zeldovich spiegeln natürlich das städtische Leben in Russland und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wider. Aber die in diesen Digitaldrucken dargestellten Phänomene und Erfahrungen sind universell und für Europäer, Amerikaner und Asiaten gleichermaßen verständlich.

Die Arbeiten in diesem Projekt sind auch durch den visuellen Ansatz vereint, der in den meisten Werken von Pavel Zeldovich zu beobachten ist: ein ironischer Kontrast zwischen dem äußeren, absichtlich dekorativen Effekt und den zweideutigen und manchmal sogar deprimierenden Phänomenen, die in den Gemälden dargestellt werden.

Die Technik der auf 3D-Modellierung basierenden Werke ist größtenteils das Ergebnis von Pavel Zeldovichs langer internationaler Karriere als Architekt. Er war Schüler und später Kollege der großen Zaha Hadid, die für die Einführung fortschrittlicher computergestützter Designtechniken in der Architektur bekannt ist. Als Künstler wendet Pavel Zeldovich seine Computerkenntnisse, die er während seiner langjährigen Arbeit als Architekt erworben hat, in einer völlig neuen Funktion an.

Die künstlerischen Einflüsse, die Pavel Zeldovich als Künstler prägen, spiegeln den Weg vieler zeitgenössischer Künstler aus der ehemaligen Sowjetunion wider: Anklänge an das Erbe des sowjetischen sozialistischen Realismus vermischen sich mit Einflüssen der modernen Nachkriegskunst im Westen. In Pavels Fall gehören dazu die amerikanischen Fotorealisten der 1970er Jahre wie Richard Estes, Ralph Goings, Chuck Close und Charles Bell. Das Grundprinzip ihrer Arbeit hat das Projekt Repetitive Actions weitgehend geprägt. Diese Künstler reproduzierten auf ihren Leinwänden bewusst und akribisch die "tristen" Orte der amerikanischen Hinterwäldler. Der Akt der Nachbildung eines trivialen Ortes oder Gegenstandes verwandelte diese vermeintlich unbedeutenden Dinge in etwas Wichtiges und Majestätisches. Neuinterpretationen des sowjetischen sozialistischen Realismus (der sich weitgehend auf die Traditionen der Renaissance stützt) sind in vielen Werken des Projekts Repetitive Actions leicht zu finden, vor allem in Pavels besonderer Vorliebe für kreisförmige Kompositionen – Rotunden, die in vielerlei Hinsicht den sowjetischen dekorativen Stuck an monumentalen Fassaden parodieren.

Über den Künstler: Pavel Zeldovich studierte Architektur in Moskau und Wien. Bevor er sich der Kunst zuwandte, arbeitete er in Architekturbüros in Wien, London, Moskau und New York, vor allem in dem international bekannten Büro Zaha Hadid. Bevor er aufgrund des russischen Einmarsches in der Ukraine nach Berlin zog, nahm Pavel an zahlreichen Ausstellungen in Russland und im Ausland teil.

VernissageFreitag, 20. Januar 2023, ab 20:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 20. Januar bis Samstag, 28. Januar 2023

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Bildunterschrift Titelbild: Courtesy HAZEGALLERY, Pavel Zeldovich

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