post-title Michael Buthe | Die Tagebücher und Buchobjekte 1963–1994 | Galerie Judin | 27.04.-13.07.2019

Michael Buthe | Die Tagebücher und Buchobjekte 1963–1994 | Galerie Judin | 27.04.-13.07.2019

Michael Buthe | Die Tagebücher und Buchobjekte 1963–1994 | Galerie Judin | 27.04.-13.07.2019

Michael Buthe | Die Tagebücher und Buchobjekte 1963–1994 | Galerie Judin | 27.04.-13.07.2019

bis 13.07. | #2447ARTatBerlin | Galerie Judin zeigt derzeit die erste Einzelausstellung des Künstlers Michael Buthe mit der Galerie mit dem Titel Die Tagebücher und Buchobjekte 1963–1994.

Michael Buthe (1944–1994), dessen 75. Geburtstag und 25. Todestag sich in diesem Jahr jähren, gehört zweifellos zu den schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst. Mit seinem exzentrischen Auftreten, seinen spektakulären Ausstellungen, seinem Pendeln zwischen Köln und Marrakesch, seiner Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie und seinen engen Freundschaften zu Sigmar Polke, Jürgen Klauke und Blinky Palermo ist er aus der deutschen Kunstgeschichte nicht wegzudenken. Dass sein lebensbejahendes und farbintensives Werk in einem konzeptuellen Kunstverständnis wurzelt und sich nicht in einer unbeschwerten, ästhetisierten Rezeption des „Orients“ erschöpft, zeigt keine seiner Werkgruppen so eindringlich und berührend, wie seine sogenannten „Tagebücher“. Diese Künstlerbücher, die Buthe mit den Mitteln von Zeichnung, Malerei, Collage und Assemblage – jedoch kaum mit Schrift und Text – gestaltete, geben nicht nur einen umfassenden Einblick in das Gesamtwerk des Künstlers, sondern  spiegeln auch sein gesamtes Leben: die prägende Jugend- und Studienzeit in Kassel, seinen offenen Atelierbetrieb in Köln mitsamt großer Künstlerfreundesschar, den zweiten Wohnsitz in Marrakesch und schließlich seine ausgedehnten Weltreisen. So dokumentieren die Tagebücher und Buchobjekte eine Gleichsetzung von Kunst und Leben, die zwar von vielen Zeitgenossen proklamiert, aber von kaum jemandem so konsequent umgesetzt wurde wie von Buthe.

Weil Buthes Tagebücher seine gesamte künstlerische und biografische Entwicklung geradezu seismographisch verzeichnen, hat der Künstler nur wenige dieser Werke verkauft oder verschenkt: die meisten verblieben bis zu seinem frühen Tod in seinem Besitz und können nun erstmals – Dank der großzügigen Unterstützung des Michael Buthe Estates, Köln – fast vollzählig ausgestellt werden.

In Harald Szeemanns legendärer Ausstellung When Attitudes Become Form in der Kunsthalle Bern feierte Michael Buthe 1969 mit frühen konzeptuellen Arbeiten sein internationales Ausstellungsdebüt. Seither fehlten Buthes Werke in kaum einer wichtigen Überblickausstellung über zeitgenössische deutsche Kunst – so war er allein in vier documenta-Ausstellungen (1972, 1977, 1982 und 1992) vertreten. Daneben fanden zahlreiche Einzelausstellungen statt, u. a. in der Nationalgalerie Berlin, im Louisiana Museum of Modern Art in Humblebaek, im Museum Ludwig in Köln und im Museum van Hedendaagse Kunst in Gent. Zu Buthes Lebzeiten fanden seine Werke Eingang in viele maßgebliche Museumssammlungen in Deutschland und Europa. Durch den frühen Tod des Künstlers trat sein Werk jedoch vorübergehend in den Hintergrunddenn der wichtigste Kurator – Buthe selbst – fehlte nun. Doch seit der großangelegten Retrospektive im Kunstmuseum Luzern, S.M.A.K. in Gent und Haus der Kunst in München (2015/16) ist Buthe wieder omnipräsent. So erwarb beispielsweise die Tate Modern 2016 ein frühes konzeptuelles Werk für ihre Sammlung, das seither in der Dauerausstellung präsentiert wird.

Ab dem Sommer 2019 wird im Verlag der Buchhandlung Walther König das Werkverzeichnis von Michael Buthe erscheinen. Der Eröffnungsband wird sämtliche Tagebücher und Buchobjekte des Künstlers dokumentieren. Zur Eröffnung erscheint zudem ein Faksimile des zentralen Tagebuchs Der Vorfall mit dem Körbchen (1989–91) in limitierter Auflage.

Vernissage:  Freitag, 26. April 2018, 18-21 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 27. April – Samstag, 13. Juli 2019

Zur Galerie Judin

 

Bildunterschrift: The Spoils of Ward Thirty-five 2018 / Courtesy the artist and Galerie Judin, Berlin

Ausstellung Michael Buthe – Galerie Judin | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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