post-title Izabel Angerer | proof of existence | Galerie kajetan Berlin | 14.02.–18.04.2026

Izabel Angerer | proof of existence | Galerie kajetan Berlin | 14.02.–18.04.2026

Izabel Angerer | proof of existence | Galerie kajetan Berlin | 14.02.–18.04.2026

Izabel Angerer | proof of existence | Galerie kajetan Berlin | 14.02.–18.04.2026

bis 18.04. | #4934ARTatBerlin | Galerie kajetan Berlin präsentiert ab Samstag, 14. Februar 2026 (Vernissage: 13.02.) die Ausstellung proof of existence der Künstlerin Izabel Angerer.

Die Galerie kajetan freut sich, unter dem Titel proof of existence die erste  Einzelausstellung der österreichischen Künstlerin Izabel Angerer (*1969) in ihren  Räumen präsentieren zu dürfen. Die Ausstellung versammelt jüngste Arbeiten auf  Papier und Aluminium, die aus Linie, Perforierung und einem präzisen Umgang  mit Material hervorgehen. Sie bewegen sich an der Schnittstelle von Zeichnung,  Malerei und Objekt.

Angerers Praxis basiert auf einem konzentrierten und doch offenen  Arbeitsprozess. Ihre dicht gesetzten Linien bezeugen Präzision, während sie von  minimalen Abweichungen getragen sind; Perforationen verdichten sich  sukzessive, aber nicht gleichförmig; sie verändern ihren Rhythmus und aktivieren  den Bildträger zu einer dynamischen Oberfläche, die mitunter taktil wirkt.

ART at Berlin-Galerie Kajetan-Izabel Angerer-Foto Gunter Lepkowski

Izabel Angerer | proof of existence | Exhibition view 2026 | Courtesy the artist & Galerie kajetan | Photo: Gunter Lepkowski

Einzelne Setzungen der Künstlerin sind nie als isolierte Gesten, sondern stets als  Teile einer Abfolge gedacht. So entsteht Bedeutung aus der zeitlichen Dimension  des künstlerischen Schaffens, der kontinuierlichen Wiederholung, Abweichung  und Spontanität, die jede der ausgestellten Arbeiten prägt.

Theoretischer Bezugspunkt ist für die Künstlerin das Denken des vorsokratischen  Philosophen Heraklit. Dessen zentrale Vorstellung, dass alles Seiende sich im  fortwährenden Wandel befindet, dient Angerer als Denkmodell. Für sie existiert  ein Werk nicht als zeitloses Objekt, sondern als Spurenträger von Handlungen, die  vergangen sind, im Material jedoch fest eingeschrieben bleiben. Linie, Farbe und  Perforation dienen nicht der Abbildung, sondern als Marker eines zeitlichen  Prozesses – sie verweisen auf Einzelmomente, die im Werk fixiert sind und sich  dem Wandel damit verweigern.

ART at Berlin-Galerie Kajetan-Izabel Angerer-Foto Gunter Lepkowski 1

Izabel Angerer | proof of existence | Exhibition view 2026 | Courtesy the artist & Galerie kajetan | Photo: Gunter Lepkowski

In River (2025) zeigt sich dieses Verständnis in einer filigranen wie auch kompakten  Arbeit auf Papier. Mit Tinte entwickelt Angerer ein Muster, das sich aus einer  Vielzahl konzentriert gesetzter Linien ergibt. In ihrer Verdichtung entsteht eine  Struktur, die einerseits den offengelegten Bildträger rhythmisiert, andererseits Zeit  im Bild konserviert.

Auch in Synapse eins (2025) ist das theoretische Fundament der Künstlerin  spürbar. Die Arbeit besteht aus einer dicht perforierten leichten Aluminiumplatte.  Durch ihre Bearbeitung ist das Material stellenweise erhaben und wölbt sich sanft  an den äußeren Rändern nach oben – eine sichtbare Reaktion des Materials auf  die künstlerischen Eingriffe. Die Perforation ist nicht gleichmäßig verteilt: Von  außen nach innen verdichtet sich das Punktgefüge, wird enger und feinteiliger. Es  entsteht eine hochkomplexe Oberfläche als direkte Folge der künstlerisch  aufgewendeten Zeit.

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Izabel Angerer | proof of existence | Exhibition view 2026 | Courtesy the artist & Galerie kajetan | Photo: Gunter Lepkowski

Angerers Arbeiten behaupten damit kein geschlossenes Bild, sondern tragen stark  verdichtete Spuren von Handlung, Wiederholung und mit ihr die Zeit in sich – sie  sind Ergebnis des fortlaufenden Schaffens und der Künstlerin so ihr proof of  existence.

In der reduzierten Formensprache und Serialität weisen die Arbeiten eine Nähe  zur Konkreten Kunst und zur Minimal Art auf. Wo Konkrete Kunst jedoch auf  formale Geschlossenheit zielte und Minimal Art auf industrielle Präzision und  Fertigung setzte, insistiert die Künstlerin auf Handarbeit, Materialreaktion und das  Sichtbarmachen von Zeit. Ihre Arbeiten berühren damit auch postminimale und  prozessuale Ansätze, ohne jedoch einen performativen Gestus an den Tag zu  legen.

Eliza Grabarek

Vernissage: Freitag, 13. Februar 2026, 18:00–21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 14. Februar bis Samstag, 18. April 2026

Zur Galerie

 

 

Bildunterschrift Titelbild: Izabel Angerer, Synapse eins. 2025. Aluminium. 70×50 cm

Ausstellung Izabel Angerer – Galerie kajetan Berlin | Zeitgenössische Kunst – Contemporary Art – Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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