post-title Colin Snapp | Latitudes | alexander levy | 25.02.–15.04.2017

Colin Snapp | Latitudes | alexander levy | 25.02.–15.04.2017

Colin Snapp | Latitudes | alexander levy | 25.02.–15.04.2017

Colin Snapp | Latitudes | alexander levy | 25.02.–15.04.2017

bis 15.04. | #1064ARTatBerlin | Die Galerie alexander levy zeigt ab dem 25. Februar 2017 die Ausstellung „Latitudes“ des Künstlers Colin Snapp.

Die Galerie alexander levy präsentiert vom 25. Februar bis 15. April 2017 die erste Einzelausstellung des Künstlers Colin Snapp in Deutschland.

Colin Snapp (*1982 in Lopez Island WA, USA) beschäftigt sich mit dem Thema des Tourismus als grundlegendes Phänomen einer mobilen Weltgesellschaft. Seine Arbeiten kreisen um die fotografische und cineastische Tradition, die Faszination des Alltäglichen und die Beziehung zwischen Reise und Wahrnehmung.

In seinen Werken folgt der Betrachter den Spuren, die von Reisenden auf der Welt hinterlassen werden. Sie sind Zeugnis einer stetig wachsenden Tourismusbranche und reflektieren eine globale Bewegung, die den zeitgenössischen Menschen und die von ihm durchquerten Räume umfassend verändert. Diese Arbeiten wecken Fernweh und das Bedürfnis nach Erholung, Abenteuer und Schönheit. Man begegnet dem Motiv der Sehnsucht, sich aus den alltäglichen Zwängen zu befreien und einem paradiesähnlichen Leben zuzuwenden.
Erst beim zweiten Hinsehen offenbaren seine Werke, auf welch skurrile Weise der Tourismus Landschaften beeinflusst. Durch die Darstellung von wie zu Klischees eingefrorenen Verhaltensweisen von Touristen entwirft Snapp ein vorwiegend dem eigenen Land gewidmetes Bild des Urlaubsverhaltens. Dafür untersucht er amerikanische Reiseziele und Monumente in Naturparks und präsentiert diese Orte als Ziele einer modernen Form der Pilgerfahrt. Die Art wie die Reisenden sich auf vorgegeben Wegen bewegen, in welchen Ritualen sich Kleidung und Verhalten wiederholen und die dauerhafte Sicht durch Fensterscheiben von Bussen und Kamerascreen dienen als Grundlage für seine Untersuchung zu zeitgenössischer Naturerfahrung.

Seine Wahrnehmung von Natur und Menschen wurde stark durch das Aufwachsen auf einer kleinen Insel nahezu abgeschottet von der Zivilisation der Großstädte geprägt. Nach dem Studium der Filmproduktion in San Francisco arbeitete er vorerst als Dokumentarfilmer. Noch immer stellen Videos häufig den Ausgangspunkt für seine Arbeiten dar. Ein fundamentaler Aspekt seiner Werke heutzutage ist hingegen die Entwicklung von Arbeiten unterschiedlicher Medien ausgehend von einer Grundidee. So befindet sich in der aktuellen Ausstellung neben ND Studies (Neutral Density – Neutraldichtefilter), der neusten Fotografieserie, Setra 215. Die an Minimal Art erinnernde großformatige Skulptur besteht aus einer Reihe von fünf Fenstern eines modernen Touristenbusses. Die direkte Korrelation zur Reise- und Transporterfahrung des gewöhnlichen Touristen zeigt uns abstrahiert im weißen Galerieraum eine geschaffene Distanz zum betrachteten Objekt auf.

Diese Grundidee begegnet dem Betrachter auch in ND Studies. Für diese fotografierte Colin Snapp Einwegkamerafotos durch Glasfilter und vergrößerte sie anschließend. Die ND Studies verweisen auf die banaleren Aspekte des Reisen, wie Zwischen-Orte, Bilder von Informationstafeln, Naturvandalismus oder Aussichtsplattformen. Die Werkgruppe entstand während Snapp in der Landschaft von Nevada, New Jersey und Marokko mit Touristengruppen reiste und glorifiziert die künstlich geschaffenen Aufenthaltsorte. Durch die Verwendung der Glasfiltern, welche bei der Filmproduktion der Filterung und Kontrolle von Licht nutzen, gleicht das Ergebnis den uns täglich in den Sozialen Medien begegnenden Fotos und verschleiert das Dargestellte wie durch eine weitere Ebene. Hier verweist der Künstler auf die zeitgenössische Screen-Kultur. Der Blick aus Bürofenstern, auf Smartphone- oder Computerscreens oder durch Scheiben von Transportmitteln bis hin zum Tragen einer Sonnenbrille hat einen spürbaren Einfluss auf die Wahrnehmung unserer Umwelt, die gefiltert, abstrahiert und modifiziert wird. Des Weiteren erfolgt in der Produktion der Werke eine Art Umkehrung der Bildbearbeitung: Als kehre er die Postproduktion durch Photoshop um, überführt Snapp die Verwendung von Filtern zurück ins Analoge.

Vernissage: Samstag, 25. Februar 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 25. Februar bis Samstag, 15. April 2017

Zu alexander levy

 

Bildunterschrift: Colin Snapp, ND 3, Fine Art Inkjet print, 175 x 113 cm

Ausstellung Colin Snapp – alexander levy – Kunst in Berlin ART at Berlin

 

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