bis 03.05 | #5022ARTatBerlin | ARTES Berlin zeigt ab Freitag, 1. Mai 2026, die Ausstellung TERRAIN des Künstlers Christian Thoelke.
Thoelke verbindet in seinen Arbeiten architektonische Motive der futuristisch geprägten DDR-Moderne, etwa das sogenannte VT-Faltendach, mit naturalistischen Elementen wie Birken- oder Essigbäumen. Beide gelten als Pionierpflanzen, die sich durch ihre Widerstandsfähigkeit und Anspruchslosigkeit auszeichnen. In der Gegenüberstellung von standardisierter Architektur und widerständiger Vegetation entstehen Bildräume, in denen sich Struktur und Wachstum, Planung und Aneignung überlagern.
Die Typisierung ostdeutscher Bauformen führte zu einer ikonischen Bildsprache, die sich tief in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Thoelkes Werke greifen diese visuellen Prägungen auf und überführen sie in malerische Erinnerungsräume. Sie verhandeln eine Vergangenheit, die von utopischen Entwürfen ebenso geprägt war wie von Brüchen und Transformationen, und stellen zugleich Bezüge zur Gegenwart her.
Wie Kito Nedo formuliert: „Die Erinnerungen, um die es in Thoelkes Bildern geht, sind offenbar Erinnerungen an den Alltag im real existierenden Sozialismus, Erinnerungen an eine grandios gescheiterte Utopie, Erinnerung an eine radikale Transformationserfahrung.“
Technisch verbindet Thoelke klassische und zeitgenössische Verfahren: Mehrfach grundierte Bildträger treffen auf eine lasierende Malweise und eine von urbaner Bildkultur geprägte Ästhetik. Seine Kompositionen erinnern an Bühnenräume, in denen sich verschiedene Ebenen überlagern und vielfältige Lesarten eröffnen.
Thoelkes Arbeiten finden sowohl bei privaten Sammlungen als auch in institutionellen Kontexten international Beachtung.
Vernissage: Freitag, 1. Mai 2026 18:00 – 21:00 Uhr
Ausstellungsdaten: Freitag, 1. Mai 2026 bis Sonntag, 3. Mai 2026
Bildunterschrift Titel: Christian Thoelke, „Wall“, 250x360cm, 2 Teile, Öl auf Leinwand, 2021
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