bis 28.02. | #4947ARTatBerlin | Galerie Michael Janssen präsentiert derzeit die Ausstellung Roots der Künstlerin Manuela Sambo.
Galerie Michael Janssen präsentiert die Ausstellung „Roots“ der angolanischen Künstlerin Manuela Sambo. Für diese Ausstellung hat Sambo den kanadischen Künstler Curtis Talwst Santiago eingeladen, eine Soundinstallation zu entwickeln. Diese wird am Abend der Eröffnung erstmalig zu erleben sein.
Im Zentrum der Schau steht eine monumentale Maskenskulptur, die sich imposant über zwei Etagen erstreckt und den Galerieraum durchdringt. Diese eindrucksvolle Installation symbolisiert die unaufhaltsame Ausbreitung von Wurzeln – unabhängig von Zeit und Raum. Wurzeln als Metapher für nicht sichtbare, aber trotzdem wirkungsmächtige Kräfte. Die Maske verkörpert nicht nur die zunehmende Durchdringung unterschiedlicher Kulturen in der Gegenwart, wo afrikanische und westliche Traditionen sich gegenseitig durchweben, sondern auch persönliche Elemente, wie ihr spirituelles Innenleben und ihre kulturellen Wurzeln, die in ihr mehr und mehr an Präsenz gewinnen.

Manuela Sambo, Roots, 2026, Installationsansicht Galerie Michael Janssen,
Foto: Lepkowski Studios Berlin.
Neben dieser skulpturalen Arbeit widmen sich auch die für die Ausstellung ausgewählten Gemälde den Themen Herkunft und Identität, Schöpfung und Vernichtung sowie überliefertem kollektivem und universellem spirituellen Wissen. Die neueren Werke Sambos sind von Fragestellungen zu diesen Aspekten geprägt, die teils auch solche einschließen, die nicht nur den eigenen Kulturraum betreffen, sondern universelle menschliche Konflikte betrachten, wie z. B. das Schicksal und die Haltung von Menschen, insbesondere von Frauen, in repressiven Systemen und im Krieg. Dies geschieht auf einer stark intuitiven Ebene, in der Symbole ins Bild treten, die die Künstlerin eher fühlend als bewusst einsetzt. Hervorzuheben sind Gemälde wie „Wake Up, Child!“, das ein geschlechtlich unbestimmtes Wesen zeigt, welches ein regungsloses Kind in den Armen hält. In einem weiteren Werk begegnen sich zwei Wesenheiten – ein weibliches und ein katzenartiges mit menschlichem Antlitz – in einer schützenden Blase: augenlos, ohne direkten Blickkontakt, in einer nonverbalen, tief spirituellen Kommunikation.

Manuela Sambo, Roots, 2026, Installationsansicht Galerie Michael Janssen,
Foto: Lepkowski Studios Berlin.
Manuela Sambo, geboren in Luanda (Angola) und seit langem in Berlin lebend, verbindet in ihrer Arbeit afrikanische Maskentraditionen mit Einflüssen der westlichen Kunstgeschichte, die sie in ihrer künstlerischen Arbeit untersucht. 2020 erhielt sie den Falkenrot-Preis verbunden mit einer Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien. 2024 erwarb das Museum für Moderne Kunst Frankfurt/Main (MMK) zahlreiche Arbeiten für seine renommierte Sammlung.
Curtis Talwst Santiago wurde 1979 als Sohn trinidadischer Eltern geboren, die nach Edmonton, Kanada, ausgewandert waren, und wuchs inmitten der karibisch-kanadischen Kultur auf. Zu seinen frühen Einflüssen gehörten Musik, Tanz und Kunst, geprägt von seiner Familie und seiner Gemeinschaft. Durch seine Gemälde und Skulpturen versucht Santiago, diese facettenreichen Erfahrungen in Farbe und Raum zu übersetzen und Kompositionen zu schaffen, die die Spannungen, Harmonien, Stimmungen und die Fluidität des Daseins über Zeit und Raum hinweg visualisieren.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Eröffnung: Freitag, 30. Januar 2026, 18:00–21:00 Uhr
Ausstellungsdaten: Samstag, 31. Januar – Samstag, 28. Februar 2026
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Bildunterschrift Titelbild: Manuela Sambo, Roots, 2026, Installationsansicht Galerie Michael Janssen, Foto: Lepkowski Studios Berlin.
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