post-title Gruppenausstellung | AUS#GRENZEN | Neue Schule für Fotografie Berlin | 07.12.-17.12.2016

Gruppenausstellung | AUS#GRENZEN | Neue Schule für Fotografie Berlin | 07.12.-17.12.2016

Gruppenausstellung | AUS#GRENZEN | Neue Schule für Fotografie Berlin | 07.12.-17.12.2016

Gruppenausstellung | AUS#GRENZEN | Neue Schule für Fotografie Berlin | 07.12.-17.12.2016

Die Neue Schule für Fotografie Berlin präsentiert ab dem 07. Dezember 2016 die Gruppenausstellung „AUS#GRENZEN“ mit vier fotografischen Positionen der Studierenden dieser Schule.

In Kooperation mit Amnesty International und glokal e.V.

Gezeigt werden vier fotografische Positionen von Studierenden der Neuen Schule für Fotografie, die sich mit dem Thema „Rassistische Gewalt“ auf unterschiedliche Weise auseinandersetzen.

Amnesty International ist bereits zum dritten Mal Gast in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie, um zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember den alljährlichen 24-Stunden-Briefmarathon gegen Folter und Gewalt durchzu- führen. Außerdem finden während der gesamten Ausstellungsdauer täglich Abendveranstaltungen statt.

Melanie Bohn: 3. Oktober Dresden Tödliche Realität? Die Welle nationalen Überschwalls trägt zu rassistisch motivierten Taten bei. Unter dem hohen Aufkommen von nationalem Populismus wird die Gewaltfrage gegen das so genannte “Fremde“ leider viel zu oft verharmlost. Ist es nicht deutlich zu erkennen, dass es eben diesen Rassismus in Deutschland schon immer gab und er sich durch die Geschichte zieht? Die strukturelle Ignoranz von staatlicher Seite und unzureichende historische Aufarbeitung steht für dieses hohe Aufkommen von Rechtspopulismus. (M. B.)

Nelle Renberg Andersen: From a Distance Die Bilder dieser Fotoserie stammen vom Flüchtlingscamp in Calais, bekannt unter dem Namen „The Jungle“, vor der Räumung im Oktober 2016. Meistens werden Flüchtlinge den hier lebenden Europäern durch die Medien vermittelt – aus der Distanz. Die Migranten aus Calais werden oft als „Schwarm“ gewaltbereiter, armer Migranten porträtiert, die Europa bedrohen. Sensation und Drama verkauft sich eben besser und erhöht die Präsenz in den sozialen Medien. Es ist so einfach geworden, eine rassistisch geprägte Nachricht zu teilen – ohne es überhaupt zu merken. Die Angst und Entmenschlichung von Flüchtlingen kann durch die Veröffentlichungen in den Medien verstärkt werden und einen rassistischen Diskurs auslösen. Als Fotografin werde ich Teil dieser Mechanismen. Rassismus wächst, wenn das Verständnis und die Identifizierung mit dem anderen Menschen nicht mehr gegeben ist. Wenn Leute als eine Gruppe von „anderen“ ausgeschlossen werden und wir nicht bereit sind, ihren Geschichten zuzuhören, die jede(r) einzelne zu erzählen hat, wie können wir dann Grenzen aufbrechen? (N. R. A.)

Ekaterina Sevrouk: Fremd bin ich eingezogen Ekaterina Sevrouk zeigt dunkelhäutige Menschen, gestrandet in der „idealen Landschaft“ des österreichischen Salzkammerguts. Es entstehen poetische Arbeiten, die sowohl Schönheit als auch Einsamkeit ausstrahlen und an Bilder der Romantik erinnern. Der namensgebende Titel des Projektes stammt aus dem Liederzyklus von Franz Schuberts „Winterreise“ aus dem Jahr 1824. Durch die biografische Nähe zum Thema Migration ist es mir ein besonderes Anliegen, mich mit den Unterschieden des negativ konnotierten (Aus)Wanderns und des positiven Spannungsverhältnisses von europäischer Geschichte und Ästhetik der Landschafts- und Portraitfotografie zu befassen, aufs Neue zu befragen und zu visualisieren. Die hier vorgestellten Arbeiten haben ihren Ursprung in den Landschaften des Salzkammerguts, die ich gemeinsam mit Flüchtlingen aus Nigeria, Togo, Mali usw. bei zahlreichen Ausflügen erkundete. (E.S.)

Vernissage: Dienstag, 06. Dezember 2016 (mit kleinem Podiumgespräch mit den Iniatoren der Ausstellung)

Führung durch die Ausstellung: Samstag, 10. Dezember 2016, 14:00 Uhr. 

Ausstellungsdaten: Mittwoch, 07. Dezember bis Samstag, 17. Dezember 2016, täglich ab 13:00 Uhr 

Bildunterschrift: © Nelle Renberg Andersen, aus der Serie: „From a Distance“, 2016

Ausstellung  AUS#GRENZEN – Neue Schule für Fotografie Berlin – Kunst in Berlin ART at Berlin

 

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