bis 18.10. | #4758ARTatBerlin | Galerie Esther Schipper präsentiert ab Donnerstag, 11. September 2025, die Ausstellung „Syzygy“ des Künstlers Lee Bae.
Lee Bae ist bekannt für seine prägnante Verwendung von Holzkohle als Hauptausdrucksmittel. Seit den frühen 1990er-Jahren verwandelt er das Material in ein vielseitiges Instrument: Mosaikartige Arrangements aus Holzkohlesplittern, Gemälde und Tuschezeichnungen mit Holzkohle als Pigment, sowie Skulpturen, die an massive Holzscheite erinnern. Während Holzkohle anfangs eine pragmatische Wahl war, entwickelte sie sich schnell zu einem Symbol seiner koreanischen Identität – tief verwoben mit spirituellen, kulturellen und historischen Bedeutungen.
Charakteristisch für sein Werk ist die Verbindung von westlicher und fernöstlicher Kunsttradition. In Syzygy spannt Lee Bae den gesamten Raum mit weißem Papier aus, teilweise mit breiten Tuschestrichen versehen. Besucher*innen betreten diese Umgebung nur mit Schuhüberziehern – eine Referenz an koreanische Innenräume und deren Achtsamkeit im Umgang mit Raum.
Die Ausstellung zeigt zudem monumentale Brushstroke-Skulpturen, in Bronze gegossen, die das Fluidum seiner Malerei in die Dreidimensionalität übertragen. Ebenso präsentiert eine Wand seine ikonischen Issu du feu-Arbeiten: präzise arrangierte Holzkohlesplitter, deren polierte Oberflächen das Licht in vielfältiger Weise brechen – „ein schwarzes Material, das Licht hervorbringt“, wie der Künstler sagt.
Mit dieser Schau erfahrbar wird das Spannungsfeld von Schwarz und Weiß, Präsenz und Abwesenheit, Bewegung und Stille. Der Ausstellungstitel Syzygy verweist auf diese Harmonie der Gegensätze – auf die spirituelle Einheit, die sich im Erleben der Werke entfaltet.
Vernissage: Donnerstag, 11. September 2025, 18:00–22:00 Uhr
Ausstellungsdaten: Donnerstag, 11. September – Samstag, 18. Oktober 2025
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Bildunterschrift Titel: © Lee Bae – Courtesy Esther Schipper
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