bis 25.01. | #4908ARTatBerlin | Galerie oqbo präsentiert ab Freitag, 9. Januar 2026 die Gruppenausstellung „GRANULAR“ mit Arbeiten von Achim Kobe, Maike Schröder, Anna Schuster, Renate Wolff und Julia Ziegler.
Die Gruppenausstellung „GRANULAR“ versammelt künstlerische Positionen, die sich mit Raumwahrnehmung, Bewegung und der Frage nach Kontinuität und Fragmentierung auseinandersetzen. Ausgangspunkt ist die Vorstellung einer granularen Raumzeit, in der Wahrnehmung, Orientierung und körperliche Bewegung nicht als fließende Prozesse, sondern als Abfolge diskreter Schritte verstanden werden. Die Ausstellung überträgt diese theoretische Annahme in visuelle, materielle und räumliche Setzungen.
Achim Kobe zeigt Papierarbeiten aus dem Jahr 2018, die auf linear-abstrakten Strukturen basieren. Innerhalb eines selbst definierten Regelwerks entstehen serielle Abweichungen, die das Spannungsverhältnis zwischen Ordnung und Irritation sichtbar machen. Mit kunstharzgebundenem Farbstoff auf Büttenpapier erzeugt Kobe transparente Farbschichten, die entweder nass in nass oder in klar gegliederten Ebenen aufgebaut sind. Ziel ist eine formale Komplexität bei zugleich reduzierter Haptik, in der sich Fläche, Rhythmus und Abweichung überlagern.
Maike Schröder, Night Lines, 2024, transparenter Fotoabzug über Licht/Holografiecollage, 180 × 120 cm.
Maike Schröder entwickelt mit „Night Lines“ eine Arbeit, die Malerei vom Bildträger löst und in den Raum überführt. Licht, Schatten, Spiegelung und fotografische Elemente treten in eine wechselseitige Korrespondenz und erweitern das Bild in den realen Ausstellungsraum. Schröders Praxis thematisiert Raum nicht nur als physische Gegebenheit, sondern auch als politisch und spirituell geprägte Erfahrungsdimension.
Anna Schuster, Mulden, 2022, gefärbte Leinwand, Holzgerüst, Maße variabel.
Anna Schusters installative Arbeiten setzen bei Landschaft, Bewegung und Wahrnehmung an. In „Mulden“ übersetzt sie topografische Vertiefungen – natürlichen oder künstlichen Ursprungs – in abstrakte skulpturale Konstellationen. Gefärbte Leinwände, Holzgerüste und räumliche Anordnungen bilden Versuchsanordnungen, die prozesshaft und bewusst vorläufig angelegt sind und die Transformation von Landschaftserfahrung in abstrakte Raumkörper untersuchen.
Renate Wolff, Rahmenbedingungen #18, 2023, Silber auf Papier, 59,4 × 84,1 cm.
Renate Wolff beschäftigt sich in der Serie „Rahmenbedingungen“ mit dem Spannungsverhältnis von Offenheit und Begrenzung sowie von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Fragmentarische Punktformen entwickeln Bewegungsrhythmen, die den Bildraum öffnen. Silber- und Goldtöne verweisen auf einen immateriellen, geistigen Raum, während der Rahmen nicht nur Begrenzung, sondern aktive formgebende Instanz des inneren Geschehens ist.
Julia Ziegler, Treppe b, 2026, Wandarbeit, Papiere und Tape, ca. 200 × 120 cm.
Julia Ziegler kombiniert in temporären Wandarbeiten architektonische Elemente spezifischer Orte zu neuen räumlichen Situationen. Überlagerungen, Perspektivwechsel und Materialkontraste erzeugen Bilder, die zwischen Konstruktion und Illusion oszillieren. Ihre Arbeiten thematisieren Raum als Bühne, auf der Wahrnehmung, Körperwissen und Vorstellungskraft zusammenwirken.
Vernissage: Freitag, 9. Januar 2026, 19:00–21:00 Uhr
Ausstellungsdaten: Freitag, 9. Januar – Sonntag, 25. Januar 2026
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Bildunterschrift: Achim Kobe, Papierarbeiten, 2018, Acrylfarben auf Rives Bütten, 76 × 56 cm.
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