post-title Florin Mitroi | Studiosaurus Ferox | Esther Schipper | 23.02.-06.04.2019

Florin Mitroi | Studiosaurus Ferox | Esther Schipper | 23.02.-06.04.2019

Florin Mitroi | Studiosaurus Ferox | Esther Schipper | 23.02.-06.04.2019

Florin Mitroi | Studiosaurus Ferox | Esther Schipper | 23.02.-06.04.2019

bis 06.04. | #2367ARTatBerlin | Esther Schipper präsentiert ab 23. Februar 2019 die Ausstellung Studiosaurus Ferox des Künstlers Florin Mitroi mit Werken von 1974 bis 2002.

Esther Schipper freut sich, Studiosaurus Ferox. Florin Mitroi, Works of Art 1974 – 2002, die erste Einzelausstellung von Florin Mitroi mit der Galerie anzukündigen. Esther Schipper vertritt den Nachlass von Florin Mitroi (1938-2002).

ART at Berlin - Courtesy Esther Schipper - Florin Mitroi - Photo Alexandru Paul
Florin Mitroi, Semn (Sign), 1990, tempera on canvas, 55 x 41 cm (unframed),
56,5 x 42,3 x 3 cm (framed), Photo © Alexandru Paul

Die vom Kunsthistoriker Erwin Kessler kuratierte Ausstellung untersucht knapp 30 Jahre des umfangreichen Schaffens des rumänischen Künstlers. Der Titel Studiosaurus Feroxist ein spielerischer Bezug zur naturkundlichen Nomenklatur und bezieht sich auf Mitroi als einen zurückgezogenen Künstler, der sein Atelier selten verließ und gleichsam ein komplexes Werk erschuf. Die Szenografie, die Mitrois wiederkehrende Motive umfasst, entfaltet sich in vier verschiedenen Kapiteln: Landschaften, Porträts, erotische Zeichnungen und ausgeschnittene Zinkplatten.

Die Landschaften versammeln ein Ensemble kleiner symbolischer Landschaftsbilder, die zwischen 1977 und 1998 entstanden sind. Jede Komposition zeigt eine nahezu abstrakte Landschaft, die in das wechselnde Licht der Tageszeiten getaucht ist. Die Gemälde wurden mit Eitempera auf Holz gemalt, einer beständigen und schnell trocknenden Technik, die vom Künstler besonders geschätzt wurde und und inzwischen als konventionell gilt. Die kontemplativen Eigenschaften dieser Werkgruppe heben sich von Mitrois üblichen Themen ab, die von Angst und Gewalt durchzogen sind.

Der Mensch als zweites Kapitel der Ausstellung beschäftigt sich mit Mitrois zentralen Motiv: das Porträt. Die über einen Zeitraum von 25 Jahren entstandenen Tempera Gemälde sind auf Leinwand, Papier, Holz oder reversiertem Glas gemalt. Sie zeigen eine Serie von menschlichen Figuren, die frontal oder im Profil dargestellt sind. Starke dunkle Linien konstruieren die Köpfe und Gesichter der stilisierten Individuen, meist in halbkörperlichen Darstellungen, die auf dichten monochromen Hintergrund stehen. Die tiefschwarzen, konturierenden Pinselstriche erinnern an expressionistische Holzschnitte, während die Haltung und der Ausdruck der Figuren an die religiösen Motive orthodoxer Ikonenmalerei erinnern. Eine Reihe von Gemälden zeigt eine nackte Frau, die eine Sense oder ein Messer hält. Sie stellt Atropos dar, eine der drei Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie. Dieses Motiv ist auch in der umfangreichen Auswahl an Zeichnungen zu finden, die im dritten Teil der Ausstellung gesammelt sind.

Unter dem Titel Erosionen besteht dieser Abschnitt alleinig aus Tuschezeichnungen auf Papier, die in den 1980er Jahren entstanden sind. Unter den klassischen Aktstudien ist Atropos als überlegene weibliche Figur vertreten, die Mitroi oft in einer schützenden Haltung umarmt. Die mythologische Göttin ist von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2002 ein wiederkehrendes Thema im Werk des Künstlers. Sie entwickelt sich für Mitroi zur Allegorie des Schicksals und zum Echo seiner Obsessionen.

Das letzte Kapitel Zeichen konzentriert sich auf Mitrois sinnbildliche und figurative Zinkplatten, die im letzten Abschnitt seines Lebens entstanden sind. Die Arbeiten bestehen aus leicht schimmernden Zinkausschnitten und vereinen Mitrois bevorzugte Themen, in denen sich allegorische und sinnliche Darstellungen mit stilisierten Motiven verbinden.

Florin Mitroi wurde 1938 in Craiova, Rumänien, geboren. Er lebte und arbeitete in Bukarest und ist im Jahr 2002 im Alter von 64 Jahren gestorben. Er studierte Malerei und graduierte 1961 am Nicolae Grigorescu Institute of Fine Arts in Bukarest. Im selben Jahr nahm er eine Stelle am gleichnamigen Institut als Assistent an und wurde 1992 schließlich Professor – eine Rolle, die er bis zu seinem Tod ausübte. Einige der bekanntesten rumänischen Künstler, die heute aktiv sind, waren seine Schüler. Die Universität und die Lehre bildeten eine wichtige Konstante in Mitrois Leben.

Eröffnung: Samstag 23. Februar 2019, 18:00 – 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 23. Februar – Samstag, 6. April 2019

Zu Esther Schipper

 

Bildunterschrift Titelbild: Florin Mitroi, Semn (Sign), 1990, tempera on canvas, 55 x 41 cm (unframed), 56,5 x 42,3 x 3 cm (framed), Photo © Alexandru Paul

Ausstellung Florin Mitroi – Esther Schipper | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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