post-title Rene Schoemakers | Dystopia/Fugen | cubus-m | 05.12.2015-23.01.2016

Rene Schoemakers | Dystopia/Fugen | cubus-m | 05.12.2015-23.01.2016

Rene Schoemakers | Dystopia/Fugen | cubus-m | 05.12.2015-23.01.2016

Rene Schoemakers | Dystopia/Fugen | cubus-m | 05.12.2015-23.01.2016

bis 23.01. | #0294ARTatBerlin | Ab dem 5. Dezember 2015 zeigt cubus-m mit „Dystopia/Fugen“ die zweite Einzelausstellung von René Schoemakers in der Galerie.

Erstmals in Berlin zeigt René Schoemakers (*1972) in der Ausstellung zentrale Arbeiten der Serie The Missing Kink (2014-2015), die zuvor in zwei institutionellen Einzelausstellungen in den Städtischen Museen Museumsberg Flensburg und in der Städtischen Galerie in Lemgo zu sehen war. Den zweiten Teil der Ausstellung bilden Arbeiten der neuen Serie Dystopia, die der Künstler 2016 u.a. im Kunstverein Siegen erstmals komplett präsentieren wird.

Mit Dystopia setzt Schoemakers unvermindert fort, was Christoph Tannert in Hinblick auf die Serie The Missing Kink wie folgt formulierte: „Wenn die Dunkelheit einen Tonfall hätte, hier vor den Bildern von René Schoemakers wäre er gut zu hören. Präzise schwarzmalerisch äußert sich ein Krisengefühl, das sehr heutig, geradezu unverhohlen aktuell ist und uns herausfordert mit zuweilen bösen Metaphern.“ Die nun in Berlin gezeigten neuen Arbeiten bilden für den Künstler dabei den Übergang in die neue Werkgruppe. Aus der Wiederaufnahme und der Verbindung von Motivbeständen älterer Serien mit denen des neuen Zyklus erklärt sich zugleich der Titel der Ausstellung Dystopia/Fugen.

Schoemakers’ Werk im Kontext der figurativen Malerei der Gegenwart und ihren aktuellen Diskursen einzuordnen fällt schwer. Einerseits zeigt er in seiner Technik einen beinahe altmeisterlichen, präzise naturalistischen Stil, gleichzeitig jedoch sind seine Werke stets im konzeptuellen Sinne miteinander verbunden. Sie bilden gedankliche und visuelle Zusammenhänge, lösen dabei aber klassische narrative Strukturen oder repräsentative Absichten im Sinne des Naturalismus komplett auf. Die Arbeit des Künstlers in lang angelegten Projekten und Serien spiegelt sich in der Doppelbödigkeit und Vielschichtigkeit der einzelnen Werke. In ihnen reflektiert Schoemakers nicht nur die Welt (die in uns und die um uns herum), sondern auch sein Medium selbst. Seine Auseinandersetzung mit der Malerei in der Malerei weist „durch ihre Synchronität auf verschiedenen Repräsentationsebenen, Bildern im Bild, Modellen im Bild, Schriftzüge und Textfragmente im Bild, eine unheimliche Komplexität auf.“ (Isabel Balzer).

Die Malerei René Schoemakers’ bleibt fremd und ist doch gleichzeitig vertraut. Sie ist die kalt lächelnd vorgetragene Vivisektion des Realen. Dazu passt, dass er es für den größten Vorzug der Malerei hält, ein „Medium der Distanz und Distanzierung“ zu sein. Und doch vermögen es seine Werke, in all ihrer Irrealität und Entferntheit, den Betrachter ganz unmittelbar zu berühren. Spätestens beim Auftauchen der Horde in der gleichnamigen Arbeit beispielsweise ist der Betrachter in der Gegenwart angekommen – die doch vor allem immer die Gegenwart dieser Bilder ist. (Anders Siech)
René Schoemakers (*1972 in Kleve) studierte von 1992 bis 1998 Malerei bei Peter Nagel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Kiel. Seither ist er mit seinen Werken in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und international vertreten, zuletzt in Einzelausstellungen im Museumsberg Flensburg (D) und der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus, Lemgo (D) sowie Galerieausstellungen in Basel (CH), Hamburg (D) und Wien (AT) und Gruppenausstellungen im Künstlerhaus Bethanien, Berlin (D), dem Kunsthaus Nürnberg (D) und nächstes Jahr im Ludwig-Museum, Budapest (HU). Für sein Werk wurde Schoemakers bereits mit zahlreichen Preisen und Stipendien geehrt, u.a. dem Arbeitsstipendium der Dr.-Günther-Schirm-Stiftung, Lübeck (1999), dem Imke Folkerts Preis (2009), sowie 2011 dem Kunstpreis der Rosenheim-Stiftung und dem Lucas-Cranach-Preis. Arbeiten des Künstlers finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland, z.B. der George Economou Collection, Athen (GR), der Sammlung Reinking, Hamburg, der Kunstsammlung des Landes Schleswig-Holstein, dem Museum Angerlehner, Thalheim bei Wels
(AT) und Kunstsammlung der Commerzbank AG.
René Schoemakers lebt und arbeitet in Kiel.

Vernissage: Freitag, 4. Dezember, 2015, 19 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 5. Dezember 2015 bis Samstag, 23. Januar 2016

Zur Galerie cubus-m

 

Bildunterschrift: René Schoemakers, bootcamp/gottesacker, cubus-m

René Schoemakers – cubus-m – Kunst in Berlin ART at Berlin 

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