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Prinzessinnengruppe – Johann Gottfried Schadow

Künstler

Johann Gottfried Schadow, geboren 20.05.1764 (Berlin), gestorben 27.01.1850 (Berlin). Schadow war Grafiker und entwickelte sich zum bedeutendsten Bildhauer des deutschen Klassizismus. Schadows Hauptwerke: das Grabmal des Grafen von der Mark (1790), die Quadriga auf dem Brandenburger Tor (1793) und die hier vorgestellte Prinzessinnengruppe (1797).

Kunstwerk

De Prinzessinengruppe entstand 1797. Sie ist ein Doppelstandbild der preußischen Prinzessinnen Friederike und Luise von Mecklenburg-Strelitz.

Kurzbeschreibung

Schwesterlichen hat die preußische Kronprinzessin Luise ihrer jüngeren Schwester Friederike den Arm um die Schulter gelegt. Diese greift in einer zärtlichen Geste nach deren Hand. Dem Stand der Schwestern und den Regeln der Heraldik entsprechend steht Luise, die Ranghöhere und mit 17 Jahren die Ältere, rechts von Ihrer Schwester. Die 15 jährige Friederike steht links und etwas hinter Luise.

Gattung & Material

Skulptur des Frühen Klassizismus, gefertigt aus Marmor.

Wo finde ich das Kunstwerk in Berlin?

Im Erdgeschoss der Alten Nationalgalerie. Um zu erfahren, wie sie dort hin gelangen, klicken Sie bitte auf den Link unter dem beschreibenden Text.

Prinzessinnengruppe – Johann Gottfried Schadow

Johann Gottfried Schadow, geboren  20.05.1764 in Berlin, gestorben am 27.01.1850 in Berlin, war der bedeutendste Bildhauer des Klassizismus in Deutschland und Grafiker. Schadow hat auch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor (1793) gestaltet. Sie gilt zusammen mit der Prinzessinnengruppe (1797) und dem Grabmal des Grafen von der Mark (1790) als eines seiner Hauptwerke.

Schwesterlich hat die preußische Kronprinzessin Luise ihrer jüngeren Schwester Friederike den Arm um die Schulter gelegt. Diese greift in einer zärtlichen Geste nach deren Hand. Dem Stand der Schwestern und den Regeln der Heraldik entsprechend steht Luise, die Ranghöhere und mit 17 Jahren die Ältere, rechts von Ihrer Schwester. Die 15 jährige Friederike steht links und etwas hinter Luise.

Schadow hatte zunächst Porträtbüsten der Schwestern hergestellt, um dann zwischen 1795 und 1797 die lebensgroße Skulptur aus Gips anzufertigen. Weil das Doppelstandbild auf einer Ausstellung viel Zuspruch erhielt, setzte Schadow es auch in Marmor um. Als der ursprüngliche Auftraggeber König Friedrich Wilhelm II. starb, der von der Schönheit und jugendlichen Frische der Prinzessinnen so begeistert war, dass er deren Heirat mit seinen beiden Söhnen vorantrieb, und Luises Ehemann, Kronprinz Friedrich Wilhelm III. König wurde, fiel das Kunstwerk sozusagen in Ungnade in den Augen des neuen Königs. Seine Frau Luise, die jetzige Königin, empfand er ihrem Stand entsprechend in dem Standbild nicht gewürdigt und zu lebensnah dargestellt – auch in körperlicher Hinsicht. Der neue König entschied sich nach jahrelangem Zögern für das Aufstellen des marmornen Standbildes in einem Gästezimmer des Schlosses, ungünstig beleuchtet und direkt vor einer Wand, trotz der aufwändig gestalteten Rückseite. Die Folge: für rund 90 Jahre geriet die Prinzessinnengruppe fast in Vergessenheit.

Heute ist sie unübersehbar direkt in der Eingangsachse der Alten Nationalgalerie aufgestellt. Sie gilt als eines der Hauptwerke des Berliner Frühklassizismus.

Hier geht es zu dem Museum in Berlin, in dem Sie dieses Meisterwerk finden

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