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Waldweg bei Spandau – Carl Blechen

Künstler

Carl Blechen, mit vollem Namen Carl Eduard Ferdinand Heinrich Blechen, geboren 29.07.1798 in Cottbus, gestorben 23.07.1840 in Berlin und beigesetzt auf dem Dreifaltigkeitskirchhof II in Berlin-Kreuzberg. Carl Blechen wurde 1831 – auch auf Empfehlung von Karl Friedrich Schinkel – als Professor für Landschaftsmalerei an die Berliner Akademie der Künste berufen. Als einer der ersten bedeutenden Freilicht- und Landschaftsmaler wurde Blechen zu einem der Hauptvertreter in diesem Genre der Romantik. Für den Realismus und Impressionismus gilt Blechen als einer der Wegbereiter, denn einigen Werken Blechens liegt der Realismus-Gedanke näher als der Gedanke der damaligen Klassischen Romantik. Ab Mitte der 30er Jahre ereilen Blechen wiederkehrend Depressionen, die ihn immer stärker beeinflussen, so dass er 1836 beurlaubt wird. Zwei Aufenthalte in einer Nervenklinik 1837 und 1839 führen keine Besserung herbei. 1840 stirbt Blechen kurz vor seinem 42. Geburtstag.

Kunstwerk

„Waldweg bei Spandau“ entstand 1835 - im selben Jahr, als sich auch die psychische depressive Erkrankung Carl Blechens bemerkbar macht. In dieser letzten Schaffenszeit seines Lebens malt Blechen mehrere Bilder, die das Thema mystischer, dunkler, fast fantastisch wirkender Wälder und Landschaften aufgreifen. "Waldweg bei Spandau" misst 101,5 x 73 cm (Breite x Höhe).

Kurzbeschreibung

Ein dunkler, kathedralenhafter Wald aus Buchen und Tannen wölbt sich über einem kleinen Steg, auf dem eine junge Frau steht. Sie ist weiß gekleidet, im Stil der Romantik mit einem geschürzten Rock, weißen Strümpfen und einem Kopftuch. Auf dem Handlauf des Stegs hat sie ein Bündel mit Heu abgelegt. Ihr Blick richtet sich auf den Betrachter. Drei Lichtakzente hat Blechen im größtenteils in dunklen Grüntönen bis hin zu schwarz gehaltenen Gemälde gesetzt. Der mittlere ist der wohl stärkste Akzent – hier öffnet sich der Wald an der Stelle, wo der von einem Regen mit Pfützen und Morast übersäte Pfad, der über den Steg verläuft, den Wald verlässt und gleichsam den Blick freigibt auf Spandau. Man erkennt im Bildhintergrund eine Kathedrale, die auf einer Zitadelle über einem breiten Fluss thront. Auch links und rechts im Bild hat Blechen Lichtakzente gesetzt, allerdings mildere als den mittleren. Die Dreiteilung des Bildes in Komposition mit der mystischen Erhabenheit des Waldes als Raum, der trotz der Dunkelheit etwas Beschützendes ausstrahlt, erinnert an das Innere einer Kirche, die ihr gedankliches Pendant im von Menschenhand erschaffenen Kirchenbau findet, der zwar klein im Hintergrund, aber dennoch im Bildmittelpunkt zu sehen ist. Die große, mystische, wilde Natur, im Kontrast zum Mensch und seiner von ihm erschaffenen Welt „Stadt“ setzt Blechen in diesem Werk eindrucksvoll in Szene.

Gattung & Material

Malerei der Romantik, gemalt in Öl auf Leinwand

Wo finde ich das Kunstwerk in Berlin?

In der Alten Nationalgalerie auf der Museuminsel, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin-Mitte. Um zu erfahren, wie sie dorthin gelangen, klicken Sie bitte auf den Link unterhalb des beschreibenden Textes.

Waldweg bei Spandau – Carl Blechen

Ein dunkler, kathedralenhafter Wald aus Buchen und Tannen wölbt sich über einem kleinen Steg, auf dem eine junge Frau steht. Sie ist in Weiß gekleidet, im Stil der Romantik mit einem geschürzten Rock, weißen Strümpfen und einem Kopftuch. Auf dem Handlauf des Stegs hat sie ein Bündel mit Heu abgelegt. Ihr Blick richtet sich auf den Betrachter. Drei Lichtakzente hat Blechen im größtenteils in dunklen Grüntönen bis hin zu schwarz gehaltenen Gemälde gesetzt. Der mittlere ist der wohl stärkste Akzent – hier öffnet sich der Wald an der Stelle, wo der von einem Regen mit Pfützen und Morast übersäte Pfad, der über den Steg verläuft, den Wald verlässt und gleichsam den Blick freigibt auf Spandau. Man erkennt im Bildhintergrund eine Kathedrale, die auf einer Zitadelle über einem breiten Fluss thront. Auch links und rechts im Bild hat Blechen Lichtakzente gesetzt, allerdings mildere als den mittleren. Die Dreiteilung des Bildes in Komposition mit der mystischen Erhabenheit des Waldes als Raum, der trotz der Dunkelheit etwas Beschützendes ausstrahlt, erinnert an das Innere einer Kirche, die ihr gedankliches Pendant im von Menschenhand erschaffenen Kirchenbau findet, der zwar klein im Hintergrund, aber dennoch im Bildmittelpunkt zu sehen ist. Die große, mystische, wilde Natur, im Kontrast zum Mensch und seiner von ihm erschaffenen Welt „Stadt“ setzt Blechen in diesem Werk eindrucksvoll in Szene.

Hier geht es zu dem Museum in Berlin, in dem Sie dieses Meisterwerk finden.

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