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Das Eisenwalzwerk – Adolph Menzel

Künstler

Adolph Friedrich Erdmann von Menzel, geboren am 08.12.1815 in Breslau, gestorben am 09.02.1905 in Berlin, geadelt im Jahr 1898. Von Menzel gilt als der bedeutendste deutsche Realist des 19. Jahrhunderts. Er war Maler, Zeichner und Illustrator und schon zu Lebzeiten sehr bekannt. Man schätzte ihn besonders wegen seiner historisierenden Darstellungen, speziell aus dem Leben Friedrichs des Großen. Aber auch seine Werke aus dem modernen Leben der damaligen Zeit sind beeindruckend und machen ihn zu einem Maler, der in der Vielfalt seiner Arbeit das preußische Leben abbildete.

Kunstwerk

Das Eisenwalzwerk entstand zwischen 1872 und 1875. Es misst 254 x 158 cm (Breite x Höhe).

Kurzbeschreibung

Das von Menzel dargestellte Zusammenspiel von Mensch und Maschine beeindruckt den Betrachter besonders. Riesige Antriebsräder, Kolben, Walzen, eine Vielzahl Kabel und Verbindungen, dazwischen eine eben solche Vielzahl Menschen, die die an den Maschinen erforderlichen Handgriffe tun. Es wimmelt auf diesem Bild wie in einem Ameisenhaufen. Im Zentrum steht eine Gruppe von ungefähr sechs Männern, die glühendes Eisen mit Hilfe von großen Zangen in die Walze einlegt. Sie stehen in einer Art Symbiose mit der Maschine, bestücken sie, gleichzeitig übernimmt die Walze die Weiterverarbeitung, bis auf der anderen Seite eine andere Gruppe Männer das bearbeitete Metall wieder in Empfang nimmt. Am rechten Bildrand bringt eine Frau pausierenden Männern eine Mahlzeit. Sie ist die einzige, die Blickkontakt mit dem Betrachter aufnimmt. Linkerhand sieht man sich Arbeiter waschen. Im Bildhintergrund ist ein Mann zu erkennen, der an der körperlichen Arbeit unbeteiligt die Abläufe beobachtet und wohl beaufsichtigt. Menzel soll das Bild nicht als Kritik an den Arbeitsbedingungen gemalt haben, sondern als Abbild des täglichen Lebens und der Abläufe im industrialisierten Arbeitsalltag.

Gattung & Material

Kunstwerk des Realismus, gemalt in Öl auf Leinwand.

Wo finde ich das Kunstwerk in Berlin?

In der Alten Nationalgalerie auf der Museuminsel, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin-Mitte. Um zu erfahren, wie sie dorthin gelangen, klicken Sie bitte auf den Link unterhalb des beschreibenden Textes.

Das Eisenwalzwerk – Adolph Menzel

Für die Vorbereitungen dieses Werkes reiste Menzel nach Königshütte in Oberschlesien, und skizzierte die dortigen Abläufe und Arbeitsbedingungen. In Köngshütte befand sich die Vereinigte Königs- und Laurahütte, eine im Jahr 1871 aus mehreren  Werken gegründete Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb mit Firmensitz in Berlin. Königshütte war eines der ersten mit Dampfkraft betriebenen Hüttenwerke Europas und ein 1802 angestochener Hochofen war damals in Europa der größte.

Das von Menzel dargestellte Zusammenspiel von Mensch und Maschine beeindruckt den Betrachter besonders. Riesige Antriebsräder, Kolben, Walzen, eine Vielzahl Kabel und Verbindungen, dazwischen eine eben solche Vielzahl Menschen, die die an den Maschinen erforderlichen Handgriffe tun. Es wimmelt auf diesem Bild wie in einem Ameisenhaufen.

Im Zentrum steht eine Gruppe von ungefähr sechs Männern, die glühendes Eisen mit Hilfe von großen Zangen in die Walze einlegt. Sie stehen in einer Art Symbiose mit der Maschine, bestücken sie, gleichzeitig übernimmt die Walze die Weiterverarbeitung, bis auf der anderen Seite eine andere Gruppe Männer das bearbeitete Metall wieder in Empfang nimmt. So greift eines ins andere.

Am rechten Bildrand bringt eine Frau pausierenden Männern eine Mahlzeit. Sie ist die einzige, die Blickkontakt mit dem Betrachter aufnimmt. Linkerhand sieht man Arbeiter sich waschen. Im Bildhintergrund ist ein Mann zu erkennen, der an der körperlichen Arbeit unbeteiligt die Abläufe beobachtet und wohl beaufsichtigt. Menzel soll das Bild nicht als Kritik an den Arbeitsbedingungen gemalt haben, sondern als Abbild des täglichen Lebens und der Abläufe im industrialisierten Arbeitsalltag.

Hier geht es zu dem Museum in Berlin, in dem Sie dieses Meisterwerk finden

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