post-title CHRIS NEWMAN + YOUNG-JAE LEE | So machen wir das! | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 12.09.-04.11.2017

CHRIS NEWMAN + YOUNG-JAE LEE | So machen wir das! | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 12.09.-04.11.2017

CHRIS NEWMAN + YOUNG-JAE LEE | So machen wir das! | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 12.09.-04.11.2017

CHRIS NEWMAN + YOUNG-JAE LEE | So machen wir das! | ALEXANDER OCHS PRIVATE | 12.09.-04.11.2017

bis 04.11. | #1492ARTatBerlin | ALEXANDER OCHS PRIVATE zeigt ab dem 12. September 2017 in der Ausstellung „So machen wir das!“ neue Arbeiten des Malers Chris Newman und Keramiken der koreanischen Künstlerin Young-Jae Lee.

Florian Illies, Villa Grisebach eröffnet bei Alexander Ochs in Charlottenburg. Montag, 11. September 2017, 19.00 Uhr zum Auftakt der Berlin Art Week; Vorschau ab sofort möglich.

Die jüngsten Arbeiten des in Berlin lebenden Komponisten, Musikers, Autors und Bildenden Künstlers Chris Newman erinnern an antike Palimpseste, an Überschreibungen schon beschriebener Pergamente. Aus Mangel an Papyrus und Pergament, auch aus Kostengründen, wurden die Schriftträger abgeschabt, abgekratzt, gewaschen und gereinigt, um dann erneut beschrieben zu werden.

Für seine neuen, im Jahr 2017 entstandenen Arbeiten verwendet Newman schon von ihm bemalte Leinwände. Seine Bilder, acht, neun oder zehn Jahre alt, die er mit ‚Gesso‘, eigentlich gedacht als weiße Grundierfarbe, neu bedeckt. ‚Gesso‘ begegnet uns schon in der ägyptischen Antike. Farbe aus Gips oder Schlämmkreide, manchmal mit weißem Pigment und Hasenhautleim vermischt, wurde als Verschluss- und Deckelfarbe für Mumiensärge wie auch als Grundierung für Fresken in Wohnhäusern und Tempeln verwendet.

Und dies ist das zweite Thema, das man den Gemälden Chris Newmans zuschreiben könnte: Er übermalt, häufig mit sehr breitem Pinsel, die ‚alten‘ Malereien mit ‚Gesso‘ und zeichnet mit dem Graphitstift in den noch feuchten Farbauftrag. Leicht geführte, sensible und doch an Gravuren erinnernde Linien entstehen. Oft scheinen Striche, Motive und Farbe der ‚alten‘ schon gemalten Arbeiten durch, die eine Idee der schon im Leben gewesenen Bilder erahnen lassen, Bilder wie Wiedergeburten, auf dem sich Früheres mit Zukünftigem verbindet.

Chris Newman wuchs in London auf bevor er 1980 zum Kompositionsstudium bei Mauricio Kagel nach Köln kam. Einige seiner 2017 entstandenen Arbeiten zeigen Figuren seiner Kindheit, den Kosmos der 1866 wie Newman in London geborenen Kinderbuchautorin und Illustratorin Beatrix Potter. Andere Malereien lassen Gemälde von Daumier oder Vallotton als Initiatoren im Hintergrund erahnen. So treffen Vallottons ‚La Blanche et la Noire‘ von 1913 auf die berühmten Mäuse Timmy Willie und Hunca Munca oder das Schweinchen Little Pig Robinson. Während uns Newmans Bilder so auf eine Zeitreise zurück zu Motiven und Einflüssen seiner Kindheit und Jugend mitnehmen, ermöglichen uns die Vasen und Gefäße der koreanischen Künstlerin Young-Jae Lee ‚kontemplatives Verweilen‘, einen noch weiteren Weg hin zu uns selbst und in – wie Matthias Flügge formuliert – ‚archetypische Erinnerungen‘. In seiner Laudatio zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der Kunstakademie Wroclaw an die Künstlerin formulierte der Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden: ‚Der Irdene Ton und das Feuer sind die ältesten Materialien, die der Mensch verwendet hat, um Dingen seines Lebens eine Gestalt zu geben. Die Schale bildet die Form der zum Schöpfen zusammen geführten Hände nach, sie ist eine Urform des zivilisatorischen Prozesses. Im ebenso alltäglichen wie lebensnotwendigen Vorgang des Trinkens finden wir daran immer wieder einen Anschluss‘.

Vernissage: Montag, 11. September 2017, 19:00 bis 21:00 Uhr.
Die Galerie bittet um Anmeldung unter assistenz@alexanderochsprivate.com.

Ausstellungsdaten: Dienstag, 12. September bis Samstag, 4. November 2017

Zu Alexander Ochs Private

 

Bildunterschrift: Chris Newman, 17-001, 2017, 50 x 40 cm, Gesso und Graphit auf Leinwand, Courtesy ALEXANDER OCHS PRIVATE

Ausstellung So machen wir das! – Alexander Ochs Private – Kunst in Berlin ART at Berlin

 

 

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